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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Mann steckt Ehefrau in Brand

08.12.2016

Kronshagen Grausige Szenen am Morgen vor einem Krankenhaus in Kronshagen bei Kiel: Auf einem Gehweg übergießt ein Mann eine Frau mit einer brennbaren Flüssigkeit. „Da war mir klar, da zündet jemand die Frau an“, sagt die Augenzeugin Angela Hauschild. Den ganzen Tag über versuchen Ärzte, das Leben der Frau zu retten – vergeblich. Am Abend erliegt die 38-Jährige ihren schweren Verletzungen.

Auch andere Passanten und Mitarbeiter der Klinik werden Zeugen. Sie sehen, wie die Frau über die Straße rennt. Brennende Kleidungsstücke fallen herab. Sie alarmieren die Polizei. Und sie stoppen die Frau auf dem gegenüberliegenden Gehweg, wo sie versuchen, die Flammen mit Decken zu ersticken, wie Hausschild sagt.

Doch erst ein weiterer Mann, der mit einem Feuer­löscher anrückt, kann die Frau löschen. Die Frau wird nach Polizeiangaben mit ­schwersten Brandverletzungen in ein Kieler Krankenhaus gebracht, wo sie gegen 17.30 Uhr stirbt. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) spricht von einer „unfassbar grausamen Gewalttat“.

Als die Schwerverletzte von den Einsatzkräften in den Rettungswagen geschoben wird, habe sie gerufen: „Meine Kinder, meine Kinder, was wird mit meinen Kindern?“, erzählt Hauschild. Die beiden drei und sieben Jahre alten Kinder des Opfers werden später vom Jugendamt in einer Pflegefamilie untergebracht.

Der Tatverdächtige läuft zunächst weg, wird von Einsatzkräften aber schnell in der Nähe des Tatortes festgenommen. Es ist laut Polizei der 41 Jahre alte, von dem Opfer getrennt lebende Ehemann. Die beiden wohnten demnach seit Jahren in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Hintergründe und Motive stehen noch nicht abschließend fest. „Eine Beziehungstat kann jedoch angenommen werden“, heißt es in der Polizeimitteilung. Die Mordkommission ermittelt.

Das Areal vor der Klinik wird weiträumig abgesperrt. Die Ermittler sichern die Spuren am Tatort. Sie sichten Beweisstücke wie ein Haarband und eine Mütze, die auf dem Gehweg vor der Klinik liegen. Auch die zum Teil stark verkohlten Decken, die auf dem gegenüberliegenden Gehweg liegen, werden fotografiert, untersucht und später in Plastiktüten verpackt mitgenommen.

In dem grausigen Fall sind noch viele Fragen offen. ­Augenzeugen berichten davon, dass der mutmaßliche Täter sein Opfer gleich zweimal in Brand gesteckt haben soll – das zweite Mal kurz nachdem Retter die Flammen erstickt hatten. Dies kann die Polizei am Mittwoch allerdings nicht bestätigen. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist sie einmal angezündet worden“, sagt eine Polizeisprecherin.

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