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NWZonline.de Nachrichten Panorama

An Bushaltestelle In Marseille: Tödlicher Zwischenfall mit Transporter kein Terrorfall

22.08.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-08-24T07:56:06Z 280 158

An Bushaltestelle In Marseille:
Tödlicher Zwischenfall mit Transporter kein Terrorfall

Marseille Wenige Tage nach dem Anschlag von Barcelona ist jemand mit einem Transporter in Marseille in zwei Bushaltestellen gefahren, dabei wurde eine Frau getötet. Die französischen Ermittler sehen jedoch bislang keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Eine weitere Person wurde verletzt, wie eine Sprecherin der nationalen französischen Polizei am Montag sagte. Die Polizei stoppte das Fahrzeug später und nahm den mutmaßlichen Täter, einen Mittdreißiger, fest.

Bislang gebe es „kein Element“, um von einer terroristischen Tat zu sprechen, sagte Staatsanwalt Xavier Tarabeux. Bei dem Verdächtigen sei ein Schreiben im Zusammenhang mit einer psychiatrischen Klinik gefunden worden, „und wir orientieren uns eher in Richtung dieser Spur“.

In Barcelona hatte ein Terrorist mit einem Lieferwagen am Donnerstag gezielt Passanten überfahren und mindestens 13 Menschen getötet. Auch in Frankreich herrscht eine angespannte Sicherheitslage, das Land war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel islamistischer Anschläge.

Die Attacken in Marseille ereignete sich am Montagvormittag innerhalb von etwa einer Stunde, die beiden Wartehäuschen liegen nach Angaben eines Polizeigewerkschafters mehrere Kilometer voneinander entfernt. Auf Fotos von einer der Bushaltestellen war zersplittertes Glas am Boden zu sehen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich in beiden Fällen um dasselbe Nutzfahrzeug handelte.

Die Polizisten nahmen den Verdächtigen beim alten Hafen der Mittelmeerstadt fest. Er soll nach übereinstimmenden Medienberichten aus der Region von Grenoble stammen. Die Festnahme sei gewaltlos verlaufen, sagte David Reverdy von der Polizeigewerkschaft Alliance Police. Die Bushaltestellen befinden sich nach seiner Darstellung in Stadtteilen, in denen zu diesem Zeitpunkt wenig los ist. „Man kann sich die Frage stellen, warum diese Orte.“ Bei dem Todesopfer handelte es sich um eine Frau im Alter von etwa 40 Jahren.

Der Sender Franceinfo berichtete, der Verdächtige sei der Polizei wegen Drogenhandels, Diebstahls und Waffenbesitzes bekannt gewesen. Bei den Geheimdiensten, die in Frankreich mutmaßliche islamistische Gefährder erfassen, sei er jedoch nicht auf dem Schirm gewesen. Ein Zeuge habe das Nummernschild registriert, deshalb sei die Polizei auf die Spur des Fahrzeugs gekommen, berichtete BFMTV.

Erst Anfang des Monats war ein Mann bei Paris mit einem Auto in eine Gruppe Soldaten gefahren, in diesem Fall ermitteln Anti-Terror-Experten. Vergangene Woche war östlich von Paris ein Mann mit einem Fahrzeug in eine Pizzeria gerast und hatte ein Mädchen getötet - dort hatte die Staatsanwaltschaft ein terroristisches Motiv ausgeschlossen.

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