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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Menschen fliehen vor „Wilma“

21.10.2005

MIAMI /CANCUN MIAMI/CANCUN/DPA - Der Hurrikan „Wilma“ verbreitet in der Karibik Angst und Schrecken noch bevor er mit voller Wucht Land erreicht hat. Auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan, in Kuba und im US-Bundesstaat Florida bereiteten sich die Menschen am Donnerstag auf das Eintreffen des Hurrikans der Kategorie vier vor. In Westkuba wurden vorsorglich rund 200 000 Menschen in Sicherheit gebracht. Auch in den mexikanischen Ferienzentren in Quintana Roo mit den Ferienzentren Cancun und Playa del Carmen ordneten die Behörden angesichts der befürchteten zerstörerischen Kraft von „Wilma“ Evakuierungen an.

Riesige Wellen schlugen bereits am Donnerstag gegen die Strände an der mexikanischen Karibikküste. Experten befürchten, dass der Wirbelsturm am Freitagmorgen bei Cancun auf Land trifft.

„Wilma“ entwickelt Windgeschwindigkeiten von 230 Stundenkilometern.

Mehrere Flüge von Deutschland nach Cancun wurden wegen des Hurrikans am Donnerstag gestrichen oder verschoben. Am Montag soll der Sturm, der zeitweilig als der stärkste Hurrikan der Geschichte im Atlantik eingestuft wurde, Südflorida erreichen.

Die Cancun vorgelagerte Insel Isla Mujeres wurde am Donnerstagmorgen von der Armee zwangsgeräumt. Die 18 000 Einwohner hatten sich, wie schon bei den früheren Stürmen geweigert, die Insel zu verlassen. Die Hotels auf der weiter südlich gelegenen Insel Cozumel wurden ebenfalls evakuiert. Die Großen Hotels in Cancun verhandelten mit den Behörden über das weitere Vorgehen. Auch hier bestand seit der Nacht zum Donnerstag eine Evakuierungsanordnung.

Die meisten dieser Hotels sind sehr stabil gebaut. „Bei uns sind die Gäste sicher und besser aufgehoben als in einer Gemeinschaftsunterkunft, einer Turn- oder Stadthalle“, sagte der Direktor des Hotels Oasis Resorts, Kurt Weber.

In München wurde am Donnerstagmorgen der für 9.10 Uhr geplante Flug nach Cancún storniert und um 48 Stunden verlegt. Bei Condor wurde der Donnerstag-Flug um 46 Stunden verschoben.

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, Jeb Bush, hat den Notstand ausgerufen. Er mobilisierte außerdem die Nationalgarde.

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DPA | Armee | Stadthalle | Condor

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