Thale - Mit zahlreichen Walpurgisfeiern haben sich die Menschen im Harz auf den Frühling eingestimmt. Mit der „mystischsten Nacht der Nächte im Harz“ hatte die Stadt Thale für die traditionsreichen Feiern in der Nacht auf den 1. Mai geworben. Nach Angaben des Harzer Tourismusverbandes wollten sich rund etwa 20 Orte in der Region an dem Spektakel beteiligen. Laut Polizei blieb es überall friedlich, zur Zahl der Besucher gab es keine Angaben.

Mit den Walpurgisfeiern wird traditionell der Winter ausgetrieben und der Frühling begrüßt. Zahlreiche Menschen verkleiden sich als Hexen oder Teufel. Die Walpurgis-Tradition geht auf ein heidnisches Frühlingsfest zurück. Später ließ die Kirche am 30. April den Geburtstag der heiligen Walburga feiern, der Schutzpatronin gegen Aberglauben und Geister.

Im vergangenen Jahr hatte die Polizei allein auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt rund 26 000 Teilnehmer bei mehreren Feiern gezählt. Das größte Fest gab es mit 8000 Gästen auf dem Hexentanzplatz in Thale.

Auf dem Programm standen dort dieses Jahr Musik, ein Walpurgismarkt und eine Teufelsshow um Mitternacht. Schierke versprach drei Tage „voller Mystik und mittelalterlicher Klänge“. Auf Schloss Wernigerode war ein mehrtägiges Ritterfest geplant. Der Goslarer Marktplatz sollte sich im wahrsten Sinne in einen Hexenkessel verwandeln.