MON - Als Grace Kelly (Bild) in ihrem vorletzten Film „Der Schwan“ eine Prinzessin spielte, war sie kurz davor, selbst in ein Fürstenhaus einzuheiraten. Die Hochzeit der US-Schauspielerin mit Fürst Rainier III. von Monaco 1956 wurde wie ein wahrgewordenes Hollywood-Märchen zelebriert. 26 Jahre blieb sie an seiner Seite und brachte Glanz in den verschlafenen Kleinstaat an der Côte d’Azur, der zu einem Treffpunkt der Reichen und Schönen wurde. Doch das Märchen um Grace Kelly endete am 14. September 1982 tragisch, nachdem die Fürstin mit ihrem Auto in einen Abgrund gestürzt war.

In Monaco begeht die Grimaldi-Familie den 25. Todestag von Grace Kelly alias Gracia Patricia am Freitag mit einer privaten Messe. Fürst Albert II. und seine Schwestern Caroline und Stéphanie wollen ungestört ihrer Mutter gedenken. Die Monegassen und Verehrer der Schauspielerin können schon seit Juli die Ausstellung „Die Grace-Kelly-Jahre“ in dem Fürstentum besuchen, die den Bogen von ihrer Kindheit als Tochter eines reichen Bauunternehmers in Philadelphia bis zu ihrer Rolle als „Landesmutter“ spannt.

Dazwischen lag eine stürmische Karriere in Hollywood. Nach Anfängen am Broadway und im Fernsehen drehte Kelly in nur fünf Jahren elf Filme. Auf einen Schlag bekannt wurde sie an der Seite von Gary Cooper in dem Western „12 Uhr mittags“, ihrem zweiten Kinofilm. Den Mythos als kühle, geheimnisvolle Blonde verdankte sie jedoch der Arbeit mit Alfred Hitchcock, der mit ihr gleich drei Filme drehte: „Bei Anruf Mord“, „Fenster zum Hof“ und „Über den Dächern von Nizza“.

Für ihre Rolle in „Ein Mädchen vom Lande“ bekam Kelly 1955 einen Oscar. Im selben Jahr lernte sie Fürst Rainier bei den Filmfestspielen in Cannes kennen. Für ihn beendete sie ihre Filmkarriere in Hollywood, um ihre letzte Rolle als Gracia Patricia von Monaco anzunehmen.