MOSKAU - Aus für Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel beim Eurovision Song Contest (ESC), Daumen hoch für türkischen Bauchtanz-Pop und schwedischen Opernrock: Am Ende überzeugte beim ersten ESC-Halbfinale in der russischen Hauptstadt ein Mix aus soliden Disco-Nummern, Balladen und Hymnen.

Zehn Teilnehmer qualifizierten sich für das 25er-Finale der „Musik-Olympiade“ an diesem Sonnabend (16. Mai): Die Türkei, Schweden, Israel, Portugal, Malta, Finnland, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Armenien und Island setzten sich in der Nacht zum Mittwoch unter 18 Kandidaten durch. Die Schweiz scheiterte.

Das nächste Halbfinale mit 19 Teilnehmern steigt an diesem Donnerstag. Dann werden die verbliebenen zehn Finalplätze vergeben.

Komponist Siegel, der 1982 mit Nicole und „Ein bißchen Frieden“ Deutschlands einzigen Grand-Prix-Sieg holte, scheiterte mit „Just Get Out Of My Life“ für Andrea Demirovic aus Montenegro. Ironie des Schicksals: Siegel schied als Komponist der Dschingis-Khan-Hits „Moskau“ und „Dschingis Khan“ ausgerechnet in Russlands Hauptstadt aus. Mit der spektakulären Bauchtanz- und Akrobatik-Nummer „Düm Tek Tek“ zog die Popsängerin Hadise für die Türkei als eine der Favoritinnen ins große Finale ein.

Das deutsche Popduo Alex Swings Oscar Sings mit dem Titel „Miss Kiss Kiss Bang“ steht bereits fest für den Endausscheid.