MüNCHEN - Das Opfer des Münchner S-Bahn-Mordes, Dominik Brunner, ist am Freitag in seinem niederbayerischen Heimatort Ergoldsbach beigesetzt worden. An der Zeremonie im engsten Familien- und Freundeskreis nahmen nach Angaben der Polizei etwa 20 Menschen teil. Der 50-jährige Brunner hatte am vergangenen Sonnabend vier Kinder vor aggressiven Jugendlichen geschützt und war danach totgeprügelt worden.
Der katholische Münchner Erzbischof Reinhard Marx mahnte indes mehr Solidarität an. Die Gewalttat von Solln habe „uns schmerzvoll ins Bewusstsein gerufen, dass wir alle zu Zivilcourage und Solidarität aufgerufen sind“, sagte er in München. Auch Bayerns evangelischer Landesbischof Johannes Friedrich hob die Bedeutung der Zivilcourage und das mutige Vorbild von Brunner hervor.
Der FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg planen vor dem Anstoß zu ihrem Bundesliga-Derby an diesem Sonnabend eine Gedenkminute für Brunner.
