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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Wie oft mordete der Hilfspfleger?

22.06.2018

München Der Hilfspfleger, der in Ottobrunn bei München einen Senior mit Insulin getötet haben soll, war nach neuen Erkenntnissen der Ermittler an 67 Orten in Deutschland tätig. Das bedeute aber nicht, „dass wir in jedem Fall einen Mordversuch annehmen“, sagte am Donnerstag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Anne Leiding.

Die Anklagebehörde gehe derzeit von „mehr als einem Mord“ an Pflegebedürftigen und mehreren Mordversuchen aus. Dem 36 Jahre alten Polen werden zudem Diebstähle zur Last gelegt.

Der Hilfspfleger sitzt in Untersuchungshaft, weil er einen 87-jährigen Pflegebedürftigen in Ottobrunn bei München mit Insulin getötet haben soll. Auch ein 84 Jahre alter Mann aus der Nähe von Kitzingen könnte Opfer des Hilfspflegers geworden sein.

Die Mordkommission war danach auf weitere verdächtige Fälle gestoßen, darunter im baden-württembergischen Waiblingen sowie in Aresing in Oberbayern. Dort kamen Pflegebedürftige ins Krankenhaus, während sie von dem Mann betreut wurden.

Das Auffallende: Bei allen seien nicht erklärbare, extrem niedrige Blutzuckerwerte festgestellt worden. Dabei hatte keiner Diabetes.

Der Fall erinnert an die Mordserie des Niels Högel. Der ehemalige Krankenpfleger wurde bereits wegen sechs Patientenmorden in Delmenhorst und Oldenburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Ab Oktober dieses Jahres muss er sich wegen 98 weiterer Morde an Patienten in Oldenburg vor Gericht verantworten. Ein ausführliches Online-Dossier finden Sie unter


     nwzonline.de/der-fall-hoegel 
Christian Ahlers
Redakteur
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2159

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