• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Seilbahnen sollen Stadtluft verbessern

05.11.2018

München Keine Abgase, kaum Verkehrslärm, kein Stau und alle 30 Sekunden eine neue Mitfahrgelegenheit: Seilbahnen könnten als Teil des öffentlichen Nahverkehrs in deutschen Städten ein wichtiges Puzzleteil im Kampf gegen den Abgas- und Verkehrskollaps sein. Doch sie sind es nicht. Noch nicht. Bayern will es nun auf einen Versuch ankommen lassen. Erfahrungen mit Seilbahnen hat der Freistaat: Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele Seilbahnen wie in Bayern – aber bislang eben vor allem in den Bergen.

Nun will Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner Seilbahnen auch in den öffentlichen Nahverkehr integrieren. „Jede kreative Idee, die uns hilft, Verkehrsinfarkte zu verhindern, verdient eine ernsthafte Prüfung“, sagte die CSU-Politikerin dazu.

Sofern die Seilbahnen dann auch in die örtliche Tarifstruktur eingebunden seien, könne der Freistaat Geld zum Bau und Ausbau zuschießen. In diesen Genuss könnte die Stadt München kommen, wenn sie das Projekt „Seilbahn am Frankfurter Ring“ realisiert. Die schwebenden Gondeln sollen auf etwa 4,5 Kilometern drei U-Bahnhöfe miteinander verbinden. Eine Machbarkeitsstudie will die Stadt München demnächst in Auftrag geben.

Dem Ministerium zufolge wäre die Seilbahn die europaweit längste, die nicht touristischen Zwecken dienen würde, sondern regulärer Teil des öffentlichen Nahverkehrs wäre. Touristisch genutzte urbane Seilbahnen gibt es beispielsweise in Koblenz und Berlin, wo sie im Rahmen von Gartenschauen entstanden sind und noch immer über den Ort schweben. Insgesamt gibt es in Deutschland 210 Seilbahnen, heißt es beim Verband Deutscher Seilbahnen. Als Ergänzung des touristischen Angebots wird auch in bayerischen Kommunen immer wieder mal über neue Seilbahnen nachgedacht. Könnte die Würzburger Festung Marienberg nicht auch mit einer Seilbahn erreicht werden, fragte beispielsweise der Leiter des Museums für Franken. Die Stadt ist bei dem Thema zurückhaltend und verweist auch auf das historische Stadtbild, in das sich die Seilbahn einfügen müsse.

Auch im unterfränkischen Rödelsee steht seit vielen Jahren die Idee einer Seilbahn auf den nahe gelegenen Schwanberg im Raum. Etwa 400 000 Menschen laufen oder fahren jedes Jahr auf den Berg mit der schönen Aussicht über Wälder und Weinberge.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.