MüNCHEN - Er ist einer der prominentesten Köche Deutschlands. Sein Name steht für Exklusivität. Jetzt gibt es schwere Vorwürfe gegen den Münchner Spitzengastronom Alfons Schuhbeck. Der 59-Jährige speise einige seiner Mitarbeiter mit Niedriglöhnen ab, lautet der Vorwurf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Sechs Schuhbeck-Angestellte hätten sich unabhängig voneinander bei der Gewerkschaft gemeldet, berichtet Freddy Adjan, Geschäftsführer der NGG in München. Sie würden alle deutlich unter Tarif bezahlt. Münchner Zeitungen berichteten am Freitag, ein Mitarbeiter beispielsweise erhalte nur gerade die Hälfte von dem, was ihm eigentlich zustehe. Der Mann käme umgerechnet auf einen Stundenlohn von 6,25 Euro brutto.

Schuhbeck verwahrte sich unterdessen gegen die Vorwürfe. „Ich bezahle die Leute fair, sonst wären sie nicht bei mir“, wird der Sternekoch in einer Zeitung zitiert. Seine Angestellten seien „happy“. Bei ihm habe sich noch niemand beschwert.

Gewerkschaftsmann Freddy Adjan hat laut Medienberichten bereits in der Vergangenheit Münchner Wirte verdächtigt, ihre Mitarbeiter auszubeuten und schlecht zu bezahlen. Bislang hätten sich diese Vorwürfe allerdings als falsch erwiesen.