Lüneburg - Nach dem Tod zweier Frauen durch Stichwunden läuft die Suche nach dem Täter auf Hochtouren. Die Veröffentlichung eines Fahndungsfotos habe noch keine verwertbaren Hinweise eingebracht, teilte ein Sprecher der Polizei in Lüneburg mit. Die Ermittler haben den Suchradius inzwischen auf Städte außerhalb Niedersachsens ausgeweitet.

Derzeit tatverdächtig ist der 31-jährige Ehemann einer der beiden Frauen, die am Sonntagnachmittag erstochen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefunden wurden. Die genauen Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

„Der Täter war bei Eintreffen der Polizei nicht mehr vor Ort“, hieß es weiter. „Bei den getöteten Frauen handelt es sich um die 32 Jahre alte Ehefrau des Tatverdächtigen und eine 33-Jährige, die sich zum Zeitpunkt der Tat ebenfalls in der Wohnung aufgehalten hatte“, sagte Polizeisprecherin Antje Freudenberg. „Aktuell sichern Spezialisten der Kriminaltechnik die Spuren am Tatort.“ Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wollte die Sprecherin aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine weitere Einzelheiten preisgeben.

Das Tötungsdelikt ereignete sich im sozialen Brennpunkt Kaltenmoor, der in den vergangenen Jahren mehrfach als Tatort für Schlagzeilen gesorgt hat. So hatten Spaziergänger im Mai ganz in der Nähe des blutigen Geschehens vom Sonntag die verkohlte Leiche eines 34-jährigen Lüneburgers gefunden, der Mann war erstochen worden. Er soll sich geweigert haben, Anzeigen gegen Zechkumpane wegen früherer Misshandlungen zurückzuziehen. Zwei Tatverdächtige wurden verhaftet, im vergangenen November hat vor dem Landgericht Lüneburg der Prozess gegen die beiden Männer begonnen. Einer von beiden wurde danach wieder auf freien Fuß gesetzt, ein Urteil steht noch aus.