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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Verbrechen: Mutmaßlicher Frauenmörder stürzte sich vor ICE

06.10.2010

WüRZBURG Eine zerstückelte Frauenleiche in einem See bei Würzburg und ein Mann, der auf Bahngleisen Suizid begeht: Was die Polizei zunächst für zwei Fälle hielt, entpuppte sich am Dienstag als die Tragödie einer Familie. Mittlerweile sieht es so aus, als ob der 30-jährige Mann seine ein Jahr jüngere Ehefrau erstochen, zerstückelt und in den Badesee des Weindorfes Erlabrunn (Bayern) geworfen hat.

Als Medien über die Frauenleiche berichteten, sprang der mutmaßliche Täter in der Nähe vor einen ICE. Das Paar aus Hettstedt hatte ein achtjähriges Kind; ihm geht es gut.

Die Hintergründe des Dramas sind am Dienstag noch unklar, die Spekulationen schießen ins Kraut. Die 29-Jährige habe sich von ihrem Ehemann trennen wollen, und sie soll als Tänzerin im Rotlichtmilieu gearbeitet haben, was ihm missfallen habe. Von Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt ist nur zu hören: „Wir sagen zur Familie nichts.“ Auch wollen Staatsanwaltschaft und Polizei noch nicht bestätigen, dass der Mann die 29-Jährige ermordet hat. „Wer die Frau letztlich umgebracht hat, wissen wir noch nicht“, sagt Schmitt. Bis die Ermittler alle Teile des Puzzles zusammengefügt haben, werden Tage vergehen.

Nach bisherigem Erkenntnisstand könnte das Drama am Freitag begonnen haben. Der 30-Jährige – er soll Soldat gewesen sein – tötete vermutlich seine Frau. Er soll die Leiche zerstückelt und in den See geworfen haben. Am Sonntagnachmittag entdeckte ein Angler die Körperteile und alarmierte die Polizei. Un­terdessen meldete der Ehemann die 29-Jährige als vermisst.

Am Montagmorgen berichteten lokale Medien über den Leichenfund. Gegen 9.30 Uhr sprang der 30-Jährige in der Nähe des Neuberg-Tunnels auf die Gleise, als der ICE heranraste. Etwa 600 Bahnreisende mussten danach fast vier Stunden in dem dunklen Tunnel nördlich von Würzburg ausharren, in dem der Zug nach der Notbremsung stehen geblieben war.

Zur Aufklärung des Verbrechens bildete die Kripo eine Sonderkommission. Sie besteht aus etwa 30 Beamten.

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