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NWZonline.de Nachrichten Panorama

„Mutter Drombusch“ gestorben

06.04.2011

HAMBURG Als „Mutter Drombusch“ hat sie sich in die Herzen von Millionen Fernsehzuschauern gespielt: Witta Pohl ist in ihrer langen Schauspielkarriere in viele Rollen geschlüpft, auf der Bühne wie im Fernsehen – doch für viele ist sie bis zu ihrem Tod die „Mutter Drombusch“ geblieben.

In der populären ZDF-Serie gab sie in den 80er Jahren die resolute Frau, die wie eine Löwin für ihre Familie kämpft. Sie war der ruhende Pol. Ein Part, der ihr wie auf den Leib geschrieben schien. Genau wie ihr energischer und unermüdlicher Einsatz für Not leidende Kinder in Osteuropa. Im Alter von 73 Jahren hat die Hamburgerin ihren schwersten Kampf verloren: Sie erlag einer Leukämieerkrankung.

Es waren die Zeiten vor dem Boom der Privatsender, als die erfahrene Theaterschauspielerin zum Fernsehliebling avancierte. Im Schnitt 51 Prozent der TV-Haushalte sahen die ersten zwölf Folgen der Reihe „Diese Drombuschs“(1983-1985), die bis 1994 immer wieder mit neuen Staffeln fortgesetzt wurde.

Im Februar sagten ihr die Ärzte nach einem Zusammenbruch, dass sie an einer besonders schweren Form akuter Leukämie leide. Es begann eine Phase größter Anstrengungen, „der sie sich mit Entschlossenheit und großer Energie stellte“, hieß es aus ihrem Umfeld. So wie sie immer voller Energie gekämpft hat – in ihren Rollen und privat. Denn auch wenn es im Fernsehen ruhiger um Pohl geworden war, hatte die Mimin sich längst nicht zur Ruhe gesetzt. Immer wieder war sie für ihre Kinderluftbrücke unterwegs.

Dreimal war sie verheiratet, dreimal scheiterten die Ehen. Vater ihrer 1967 geborenen Zwillinge Stefanie und Florian ist ihr zweiter Ehemann, Schauspielkollege Charles Brauer. Die Zwillinge sowie ihre fünf Geschwister kümmerten sich bis zuletzt rund um die Uhr um sie.

Pohl selbst, die als Tochter des Gynäkologen Wilhelm Breipohl 1937 im damaligen Königsberg zur Welt kam, wuchs mit fünf Geschwistern auf. 1941 zog die Familie nach Bielefeld, kurz vor Kriegsende wurde der Vater erschossen. „Das war mein erster großer Schmerz – das beschäftigt mich bis heute!“, erzählte sie einmal. Pohls große Bewunderung galt immer ihrer inzwischen gestorbenen Mutter, die sechs Kinder allein großziehen musste.

Die Schauspielerin gab ihr Theaterdebüt – nach einer Ausbildung zur Kosmetikerin und zweijährigem Schauspielunterricht in Berlin – 1957 in Kassel als „Anne Frank“. Ihre Vielfalt konnte Pohl besonders auf der Bühne beweisen, doch die TV-Zuschauer liebten sie als Vera Drombusch. Gegen das Etikett „Mutter der Nation“ sträubte sich die Schauspielerin vehement – die „Mutter Drombusch“ blieb sie für viele dennoch.

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