Nagold - Nach dem Unfall mit fünf Toten am Freitag in Nagold geht die Spurensuche bei den Ermittlern weiter. Ein Spezialist sei dabei, ein Gutachten zu dem Unglück zu erstellen, sagte ein Sprecher der Polizei in Baden-Württemberg. „So etwas braucht Zeit. Der ganze Lastwagen muss unter die Lupe genommen werden.“
Mit Ergebnissen zur Ursache rechnen die Beamten daher erst im Laufe der kommenden Woche. Bislang geht die Polizei davon aus, dass ein technischer Defekt zu dem Unfall geführt hat – nach Angaben des Unternehmens war der Müllwagen, der auf das Auto stürzte, aber intakt.
Das Fahrzeug hatte von einem Industriegebiet kommend beim Abbiegen beschleunigt und war dann auf der abschüssigen Straße umgekippt. Dabei begrub der Müllwagen das voll besetzte Auto unter sich. In dem Wagen saßen die 25 Jahre alte Fahrerin und ihr 22 Jahre alter Lebensgefährte, die zwei-jährige Tochter und der nur wenige Wochen alte Sohn sowie die 17-jährige Schwester der Fahrerin. Alle Fünf wurden bei dem Unfall getötet.
Das Müllfahrzeug fuhr im Auftrag der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises. Der Geschäftsführer des Unternehmens, das die Fahrzeuge zur Verfügung stellt und wartet, Ekkehard Häberle, sagte der Nachrichtenagentur dpa, der Lastwagen sei erst im März beim TÜV gewesen. Es habe nie Probleme mit diesem Fahrzeug gegeben. Der 54 Jahre alte Fahrer des Lastwagens und dessen 26 Jahre alter Beifahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Der Fahrer erlitt einen schweren Schock.
