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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Nastassja Kinski nennt Halbschwester Heldin

12.01.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T09:20:13Z 280 158

Missbrauch:
Nastassja Kinski nennt Halbschwester Heldin

Berlin Nastassja Kinski hat ihre Halbschwester Pola nach den Missbrauchsvorwürfen gegen ihren Vater Klaus Kinski als Heldin bezeichnet. „Denn sie hat ihr Herz, ihre Seele und damit auch ihre Zukunft von der Last des Geheimnisses befreit“, schrieb Nastassja Kinski (51) in einem Beitrag für die „Bild“-Zeitung, in dem sie sich tief betroffen zeigte. In ihrem nun erscheinenden Buch „Kindermund“ bezichtigt Pola (60), die älteste Kinski-Tochter, ihren 1991 gestorbenen Vater, sie jahrelang sexuell gepeinigt zu haben.

Die Vorwürfe drohen die Erinnerung an den Darsteller von weltweit erfolgreichen Filmen wie „Nosferatu: Phantom der Nacht“, „Aguirre“ und „Fitzcarraldo“ zu überschatten. Zu der Frage, ob Klaus Kinskis Stern auf dem „Boulevard der Stars“ am Potsdamer Platz in Berlin bleiben soll, erklärte der Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie, Alfred Holighaus, in der Zeitung „B.Z.“: „Die Jury wird sich schnell zusammensetzen und über das Thema sprechen.“ Er ergänzte: „Wenn ich die Berichte lese, wird mir schlecht. Und wenn die Berichte stimmen, dann würde ich mich über dem Stern übergeben. Und ich glaube nicht, dass sich die Tochter so etwas ausdenkt.“

Die Geschäftsführerin von „Boulevard der Stars“, Georgia Tornow, warnte vor übereilten Entscheidungen. „So etwas braucht eine vertrauensvolle Debatte und keinen Schnellschuss.“

Nastassja Kinski stärkte ihrer Halbschwester Pola (60) den Rücken. „Ich bin stolz auf ihre Kraft, ein solches Buch zu schreiben. Ich kenne den Inhalt. Ich habe ihre Worte gelesen. Und ich habe lange geweint. . .“, schrieb die 51-Jährige in „Bild“. „Ja, dies ist ein schwieriger Moment für mich . . . Ich stehe zu meiner Schwester, stehe hinter ihr“, versicherte sie.