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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Viele Fragen nach Tod in Zelle

12.08.2019

New York Es war eine Nachricht, die am Samstagmorgen in politischen Kreisen in den USA wie eine Bombe einschlug: Der 66-jährige Milliardär und Politiker-Freund Jeffrey Epstein, von einem Bundesgericht wegen Sex-Straftaten gegenüber zahlreichen minderjährigen Mädchen angeklagt, wurde von Wärtern leblos in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. 15 Minuten habe man Wiederbelebungsmaßnahmen versucht, hieß es, bevor Epstein in ein Krankenhaus gebracht wurde. Dort stellten Ärzte seinen Tod fest.

Vertreter der Bundesregierung sprachen wenig später von einem offensichtlichen Suizid durch Erhängen. Angeblich sei Epstein wegen eines befürchteten Suizids zunächst eine Woche lang unter Beobachtung gewesen, nachdem man ihn am 24. Juli auf dem Boden seiner Zelle liegend gefunden hatte. Doch warum nach sieben Tagen die Sicherheitsmaßnahmen aufgehoben wurden, soll nun eine FBI-Untersuchung klären. US-Justizminister William Barr sprach von „vielen offenen Fragen“.

Der Tod Epsteins hat auch deshalb Brisanz, weil der Junggeselle freundschaftlich mit zahlreichen Prominenten verbunden war. Die engsten Verbindungen gab es zu Ex-Präsident Bill Clinton, der Flugaufzeichnungen zufolge mindestens 22-mal an Bord von Epsteins privater Boeing 727 mitgeflogen sein soll. Diese Trips gingen zu Zielen in der ganzen Welt, darunter auch auf eine Privatinsel Epsteins in der Karibik. Aufgrund der Aufzeichnungen steht fest, dass sich oft auch weibliche Passagiere an Bord befanden.

Auch zählte Donald Trump zu den Personen, die gesellschaftlichen Kontakt mit Epstein pflegten. Er soll allerdings nur ein einziges Mal an Bord des „Lolita-Express“, wie das Flugzeug im Bekanntenkreis Epsteins betitelt wurde, mitgeflogen sein. Prinz Andrew aus Großbritannien soll ebenfalls Gast von Epstein gewesen sein.

Mit dem Tod des Angeklagten endet auch das Strafverfahren gegen ihn. Doch jene Frauen, die sich als Opfer Epsteins sehen, kündigten am Wochenende bereits an, ihre zivilen Schadensersatzklagen gegen den Nachlass des Milliardärs fortführen zu wollen. Nur einen Tag vor Epsteins Tod hatte ein Bundesgericht erstmals als „explosiv“ empfundene Dokumente freigegeben. Sie beziehen sich auf eine Klage, die Virginia Guiffre gegen Epsteins Helferin und Gespielin Ghislaine Maxwell eingereicht hatte. Guiffre behauptet, dass Epstein und Maxwell sie jahrelang als „Sex-Sklaven“ nutzten und vermittelten, während sie noch minderjährig war. Sie sei zum Sex mit Prominenten aufgefordert worden.

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