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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Und es wird dunkel in Manhattan

15.07.2019

New York Ein massiver Stromausfall hat das öffentliche Leben im New Yorker Bezirk Manhattan über Stunden hinweg lahmgelegt. Es dauerte am Samstagabend mehr als drei Stunden, bis in Midtown und in der Upper West Side wieder Licht war.

Währenddessen erloschen auf dem berühmten Times Square die digitalen Werbetafeln, am Broadway fielen Shows aus. Aufzüge blieben stecken und U-Bahnen stehen. 73 000 Kunden waren nach Schätzung des Energieversorgers Con Edison betroffen. Der Blackout ereignete sich just am Jahrestag eines Stromausfalls 1977, bei dem fast ganz New York im Dunkeln saß.

Als Ursache für den Mega-Ausfall nannte die Feuerwehr einen Transformatorbrand. Der Chef von Con Edison, John McAvoy, sprach von einem Problem in einem Umspannwerk, das zum Ausfall ab etwa 19.00 Uhr führte. Erst um kurz vor Mitternacht kehrte der Strom zurück. Der genaue Grund für den Blackout müsse in einer Untersuchung geklärt werden, sagte McAvoy. Der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo zeigte sich empört über den Ausfall.

In der Upper West Side waren derweil laute Jubelrufe von Anwohnern zu hören, als das Licht gegen 22.30 Uhr stellenweise wieder anging. In den Stunden vorher waren Sicherheitsleute mit Taschenlampen zu sehen, wie sie die Eingänge vieler gehobener Wohnhäuser entlang der Westseite vom Central Park bewachten. Statt der Fahrstühle mussten Bewohner notgedrungen die Treppe zu ihren Wohnungen nehmen. Auf den Straßen kontrollierte die Polizei händisch den Verkehr.

An der berühmten Theatermeile Broadway mussten etliche Vorstellungen ausfallen, darunter das Stück „Hadestown“, das erst im Juni einen Tony Award als bestes Musical gewann. Mitglieder des Ensembles legten jedoch spontan vor dem Theater auf der Straße eine kleine Show für enttäuschte Besucher hin.

Auch der Madison Square Garden blieb nicht verschont, wo Popsängerin Jennifer Lopez auftrat. Gegen 21.30 Uhr sei mitten in ihrem vierten Song plötzlich alles dunkel geworden, berichteten Konzertbesucher. Später wurde die Arena geräumt, im angebundenen Bahnhof Pennsylvania Station behalfen sich Mitarbeiter mit Notfallgeneratoren, um etwas Licht zu haben.

Gouverneur Cuomo kritisierte, der Vorfall habe die öffentliche Sicherheit gefährdet und Chaos in der Stadt riskiert. Auch wenn es als Folge des Blackouts keine Verletzten gegeben habe, „einen Stromausfall in diesem Ausmaß darf man in dieser Stadt nicht haben“.

Dass es überhaupt zu dem Ausfall gekommen sei, sei „inakzeptabel“.

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