NEW YORK - Die New Yorker Polizei ist für ihren Einsatz einer Elektroschock-Pistole mit Todesfolge auf zehn Millionen Dollar (7,8 Millionen Euro) Entschädigung verklagt worden. Klägerin ist nach Angaben der Zeitung „New York Daily News“ vom Donnerstag die Mutter eines Mannes, der nach dem Angriff mit der sogenannten Taser-Waffe im vergangenen September in den Tod gestürzt war.
Die Mutter, Olga Negron, will die Stadt mit ihrer Klage zur strikten Einhaltung der Vorschriften für den Einsatz der Waffe zwingen, „damit es nach diesem keine weiteren Taser-(Todes-)Fälle mehr gibt“, sagte ihr Anwalt der Zeitung.
Das Opfer, Iman Morales (35), war im Herbst geistig verwirrt und unbekleidet durch den Stadtteil Bedford-Stuyvesant gelaufen und hatte sich, von der Polizei verfolgt, auf ein Hausdach geflüchtet. Durch den Schuss aus der Elektroschock-Pistole gelähmt, verlor er die Balance und fiel kopfüber auf die Straße.
Eine Woche nach seinem Tod beging der Polizist, der den Einsatz der Taser-Pistole angeordnet hatte, Suizid. Der Kollege, der den Schuss abgegeben hatte, wurde dem Blatt zufolge inzwischen befördert.
