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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Gravitationswellen Entdeckt: Nobelpreis lässt auf sich warten

13.02.2016

Stockholm Trotz seiner sensationellen Bedeutung kann der direkte Nachweis von Gravitationswellen in diesem Jahr noch nicht mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet werden. Denn obwohl US-Forscher die Entdeckung schon im vergangenen Herbst gemacht hatten, hätten sie ihre Erkenntnisse bis Ende Januar publizieren müssen, sagte ein Sprecher der schwedischen Jury am Freitag in Stockholm. Am 31. Januar endet jeweils die Nominierungsfrist für die prestigeträchtige Auszeichnung.

Ohnehin werden Entdeckungen aber oft erst Jahre - in vielen Fällen sogar Jahrzehnte - nach dem wissenschaftlichen Durchbruch gewürdigt. So wollen die Juroren Fehlgriffe vermeiden.

Am Donnerstag hatten die US-amerikanischen Astrophysiker erklärt, erstmals Gravitationswellen direkt beobachtet zu haben. Damit bestätigten die Wissenschaftler eine 100 Jahre alte Vorhersage von Albert Einstein. Die Wellen entstehen vor allem, wenn große Objekte beschleunigt werden. Das ist zum Beispiel bei der Explosion eines Sterns am Ende seiner Lebenszeit der Fall. Die Gravitationswellen breiten sich in alle Richtungen aus und verbiegen den Raum, ähnlich wie ein ins Wasser geworfener Stein die Oberfläche.

Forscher können die Gravitationswellen als Boten aus dem All nutzen und hoffen auf völlig neue Entdeckungen im Weltraum. Sie sprachen am Donnerstag von dem Beginn einer neuen Ära der Astronomie.

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