Genf - Die WHO greift im Kampf gegen Ebola nun durch: Sie hat den Ausbruch als Internationalen Gesundheitsnotfall eingestuft.

Was für Maßnahmen

gibt es bisher

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Die Menschen in Westafrika werden über Symptome und Ansteckungswege aufgeklärt. Kranke mit Verdacht auf Ebola werden unter Quarantäne gestellt. Es gibt Reisebeschränkungen in den betroffenen Regionen.

Warum bereitet sich die

Epidemie dennoch aus

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Wegen der oft sehr schlechten Infrastruktur in den Ländern kommen Helfer oft erst spät zu Verdachtsfällen. Mehr Ansteckungen sind die Folge. Es mangelt an Helfern und an medizinischer Ausrüstung.

Könnten Infizierte

hierher gebracht werden

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Die WHO rät Regierungen, sich auf die Rückreise von Patienten vorzubereiten und medizinisches Personal zu schulen. Auch in Deutschland wäre eine Behandlung möglich, zum Beispiel in Hamburg oder Berlin. In Spanien wird ein Erkrankter behandelt.

Wie hoch ist in Europa

die Ansteckungsgefahr

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Bislang wird die Ansteckungsgefahr in Europa von Experten als sehr gering eingeschätzt. „Dies liegt sowohl daran, dass es bei relativ wenigen Menschen, die in die EU reisen, wahrscheinlich ist, dass sie mit dem Virus infiziert sind“, so EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg. Zudem sei für eine Ansteckung direkter Kontakt mit den Körperflüssigkeiten eines Erkrankten nötig.

Ist mein Urlaubsflug

in Gefahr

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Die Schließung von Grenzen sowie Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr wären nach den WHO-Vorgaben möglich. Derzeit hält das Notfall-Komitee noch keine Flugverbote für nötig.

Wann wird die Epidemie

zu Ende sein

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Laut der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen lässt sich ein Ende kaum abschätzen. „Vermutlich wird es noch mehrere Monate dauern“, sagte ein Sprecher der Organisation, die in den betroffenenden Ländern Hilfe leistet.