Hildesheim - Ein Richter des Hildesheimer Landgerichts ist das Opfer einer rätselhaften Messerattacke geworden. Der 60-Jährige sei von einem Unbekannten schwer verletzt worden, als er mit dem Fahrrad auf dem Heimweg war, sagte die Sprechern der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Christina Pannek, am Mittwoch. Das Messer mit einer etwa 20 Zentimeter langen Klinge war nach der Attacke am frühen Dienstagabend im Rücken des Opfers stecken geblieben.

Der Richter einer Wirtschaftsstrafkammer befinde sich auf der Intensivstation, sagte Pannek. Es bestehe derzeit aber keine Lebensgefahr. Konkrete Hinweise auf den Täter hatten die Ermittlungsbehörden zunächst nicht.

Es werde geprüft, ob der Überfall im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit des Richters stehen könnte, sagte Pannek. „Konkrete Hinweise darauf haben wir aber nicht.“ Nach dem mysteriösen Messerangriff hat die Polizei eine Mordkommission eingerichtet. Mehr als 20 Beamte fahnden nach dem Täter.

Der Unbekannte hatte den Richter angegriffen, als dieser nach der Arbeit mit seinem Rad auf dem Heimweg war. Als der 60-Jährige den Fußgänger, der ein Messer in der Hand hielt, bei Hildesheim-Drispenstedt überholt hatte, spürte er plötzlich einen starken Schmerz. In seinem Rücken steckte dann das Messer. Trotz seiner schweren Verletzung konnte der Richter per Handy noch selbst Hilfe herbeirufen. Er wurde in einem Krankenhaus notoperiert.

Der Angreifer, der 20 bis 40 Jahre alt sein soll, flüchtete zu Fuß. Der Mann soll eine dunkle Jacke mit Kapuze getragen haben. Von ihm fehlt bis auf die Tatwaffe jede Spur.