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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Die Schattenseiten des Sommers

27.07.2018

Offenbach /Athen Nach tagelanger Dauerhitze zeigt der Sommer zunehmend seine Schattenseiten: Der Wasserstand etlicher Gewässer ist so niedrig, das die Schifffahrt eingeschränkt ist; am Rhein wird wegen der hohen Wassertemperaturen ein großes Fischsterben befürchtet; auf zahlreichen Straßen platzt der Asphalt auf und behindert den Verkehr. Und die sonnige Hitzewelle rollt weiter über Deutschland hinweg. Für Freitag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) bis zu 39 Grad Celsius.

Besonders heiß werde es am Freitag im Westen Deutschlands, teilten die Meteorologen am Donnerstag in Offenbach mit. Im Osten und Südosten steigen die Temperaturen demnach auf 29 bis 34 Grad. Dort können sich auch einzelne Hitzegewitter entladen, örtlich sogar mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Am Samstag macht sich dann in Deutschland der Ausläufer eines Tiefs bemerkbar und der kann Wolken, Schauer und teils kräftige, örtlich auch unwetterartige Gewitter mit sich bringen, insbesondere im Westen und Norden. Nur der Osten und Nordosten bleiben demnach zunächst weitgehend verschont – am Sonntag soll es dann auch dort gewittern. Die neue Woche startet voraussichtlich so, wie die vergangene endet: heiß.

Das heißt weiterhin Hochbetrieb in Freibädern, an Stränden und Badeseen; das heißt aber auch Stress für die Umwelt. Nach Expertenmeinung ist ein tausendfaches Fischsterben am Rhein kaum noch abzuwenden. „Ich rechne schon nächste Woche mit der Tragödie“, sagte der Geschäftsführer des schweizerischen Fischereiverbandes, Philipp Sicher. Der Rhein habe zwischen Schaffhausen und dem Untersee westlich des Bodensees schon 25 Grad Wassertemperatur. 27 Grad sei für die Fische tödlich.

In zahlreichen stehenden Gewässern trüben Algen den Badespaß. In Mecklenburg-Vorpommern sind teilweise Blaualgen gewachsen; sie verursachen Haut- und Schleimhautreizungen.

Viele Gewässer führen wegen der lang andauernden Trockenheit Niedrigwasser – und auf einigen Wasserstraßen führt das bereits zu Einschränkungen der Schifffahrt. Auf dem Oberrhein können Frachter nur noch die Hälfte oder weniger der normalen Ladung transportieren, sagte der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Mannheim, Jörg Vogel. Statt mit 3000 Tonnen oder mehr würden viele Schiffe jetzt nur mit 1500 Tonnen beladen. Für die Schiffseigner gebe es in dieser Situation etwas mehr Geld, für die, die Waren transportieren wollen, werde es aber deutlich teurer.

Teurer wird es auch für Hobbygärtner, denn die wochenlange Hitzeperiode trifft auch die Baumschulen. Sowohl Gehölze im Boden als auch die Aufzucht in Töpfen im Freiland leiden unter der andauernden Trockenheit, berichtete der Bund deutscher Baumschulen nach einer Umfrage unter seinen Mitgliedern.

Betroffen sei eine Fläche von etwa 20 000 Hektar. Die Schäden führten zeitweise zu einem knapperen Angebot, außerdem kämen höhere Personalkosten für die Bewässerung und Energiekosten für die Wasserpumpen hinzu.

Die Verbraucher dürften sich auch bei zahlreichen Lebensmitteln auf höhere Preise einstellen. So haben Trockenheit und Hitze für erhebliche Ernteausfälle bei Wintergetreide und Raps gesorgt, sagte die thüringische Agrarministerin Birgit Keller (Linke) am Donnerstag. Bauernverbände hatten in den vergangenen Tagen bereits Hitze-Hilfen vom Staat gefordert.

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