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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Regenstatistik gibt Aufschluss: Es wird nasser in Norddeutschland

23.09.2022

Oldenburg Das Klima verändert sich, das ist ganz normal. Und zwar nicht erst seit der Einmischung des Menschen, es verändert sich seit Millionen von Jahren. Allerdings hat der Mensch dafür gesorgt, dass es sich auf unnatürlichem Wege in Höchsttempo zum Schlechten wandelt. Bemerkbar macht sich das vor allem bei langanhaltenden Dürreperioden und den darauffolgenden sintflutartigen Regenfällen. „Generell ist es in Deutschland und prinzipiell auch in der Region um Oldenburg in den letzten Jahren und Jahrzehnten insgesamt etwas nasser geworden“, sagt Oliver Weiner vom Deutschen Wetterdienst. „Allerdings verteilen sich die Niederschläge im Zuge des Klimawandels nach und nach extremer. Sehr nasse Phasen (Starkregen) wechseln vermehrt mit längeren sehr trockenen Zeiträumen (Dürre).“

Wegen der stetig ansteigenden Temperaturen liegt es nahe, dass es zu mehr Regen kommt. Denn die erhöhte Wasserdampfaufnahme in der Atmosphäre sorgt im Umkehrschluss für ein erhöhtes Aufkommen von sogenannten konvektiven Niederschlägen. Darunter versteht man Schauer- oder Gewitterregen - also Starkregen - der kurzzeitig und sehr intensiv auftreten kann. Das gefährliche daran: Diese sintflutartigen Regenfälle können Überschwemmungen verursachen.

Wieso kommt es zu Überschwemmungen?

Im Zusammenspiel mit vielen aufeinanderfolgenden Trockentagen kann es vor allem im Sommer zu gefährlichen Tendenzen kommen. Denn nach einer Dürreperiode sind die Böden fest und trocken und nur bedingt fähig, große Mengen Wasser aufzunehmen. Die plötzlichen Massen an Wasser sickern zum Großteil nicht in den Boden, sondern fließen ab. In Bäche, Flüsse, Seen und Teiche, deren Wasserspiegel steigt und zu Überschwemmungen führt. Die steigenden Temperaturen und die Niederschläge sind also eng miteinander verflochten. Um das eine wirklich verstehen zu können, muss auch das andere untersucht werden. Das würde diesen Rahmen allerdings sprengen.

Während die voranschreitende Erwärmung aber eindeutig ersichtlich ist, gestaltet sich das Beobachten der Niederschlagsentwicklung schwieriger. Nichtsdestotrotz ist zu erkennen, dass Niederschläge von Jahr zu Jahr zunehmen, besonders im Herbst und Winter. Damit werden auch die trockenen Sommermonate ausgeglichen. Dass es im Winter zu mehr Niederschlag kommt, ist logisch. Durch die steigende Erderwärmung gibt es wärmere Winter. Wärmere Winter bringen mehr Niederschlag als Kaltwinter.

Um nun einen Trend oder eine Tendenz erkennen zu können, bedienen wir uns des sogenannten Gebietsmittelwertes. Dabei werden einzelne Extremereignisse nicht beachtet. Denn wie bereits erklärt treten die Niederschlagsmengen besonders im Sommer sehr variabel auf. Schon ein Gewitter kann teilweise das Doppelte an Regenwasser bringen, was sonst in einem Monat fällt.

Wie nass wird es wirklich?

Betrachten wir einmal den gesamten Jahresniederschlag in (Nord)-Deutschland. Die Aufzeichnungen gehen bis ins Jahr 1881 zurück. Für einen besseren Überblick und bessere Veranschaulichung haben wir die Spanne von 141 Jahren in dreimal 47 Jahre unterteilt. Als Anhaltspunkt für große Mengen Niederschlag wurden 800 Liter/m² genommen. Wie in der Abbildung zu sehen ist, sind regenreiche Jahre mit den Jahrzehnten deutlich häufiger geworden. Fazit: Wenn auch etwas schwerer zu erkennen, wird es im Großen und Ganzen nasser, wobei vor allem Starkregenereignisse weiter zunehmen werden.

Abbildung 1: Häufigkeit des Jahresniederschlags größer als 800 Liter pro Quadratmeter, Quelle: Wetterkontor, Abgerufen von https://www.wetterkontor.de/wetter-rueckblick/gebietsmittel/jahreswerte/deutschland?j1=1881&j2=2022, am 15.09.2022, Bild: Sarom Siebenhaar
Sarom Siebenhaar Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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