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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Sturmtief „zeljko“: Orkan richtet schwere Schäden an

26.07.2015

Offenbach /Berlin /Amsterdam Ein schwerer Sturm mit Böen in Orkanstärke und Gewittern zieht aus dem Westen über Deutschland heran und hat erste Schäden angerichtet. Sturmtief „Zeljko“ fegte am Samstag zunächst über die Niederlande: Ein umstürzender Baum erschlug einen Autofahrer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach gab am Samstag Unwetterwarnungen für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen heraus. Die Sturmlage sei für den Sommer „ungewöhnlich heftig“, hieß es vom DWD. Am Abend habe sich „Zeljko“ bis an die niedersächsische Nordseeküste vorgearbeitet.

Sturmtief „Zeljko“ habe mit schweren Sturmböen am Abend die ostfriesischen Inseln getroffen, sagte DWD-Meteorologin Jutta Perkuhn in Hamburg. „Noch in der ersten Hälfte der Nacht besteht aber die Gefahr orkanartiger Böen.“ Vor allem im Westen und Süden rechne der DWD mit hohen Windgeschwindigkeiten, hieß es zuvor. Dabei könnten Bäume entwurzelt werden oder Äste und Dachziegel herabstürzen. Vereinzelt könne es Schauer und Gewitter geben, im Nordosten des Landes müsse wie in Hamburg mit schweren Sturmböen gerechnet werden. „Zeljko“ zieht von der Nordsee über Dänemark bis nach Schweden.

Bei Aktivitäten im Freien sei „größte Vorsicht geboten“. Weil die Bäume voll belaubt sind, bieten sie dem Sturm viel Angriffsfläche. Bereits bis zum Morgen hatten Unwetter in Deutschland Schäden hinterlassen. So setzten Blitzschläge mehrere Dachstühle in Brand, Bäume stürzten um.

In Niedersachsen wurden bis zum Abend keine größeren Schäden gemeldet. Auch von der Nordseeküste lägen zunächst keine entsprechenden Meldungen vor, hieß es bei den zuständigen Polizeidirektionen in Osnabrück und Oldenburg gegen 18.30 Uhr. In Cuxhaven seien Wattwanderer von der Feuerwehr aufgefordert worden, ans Ufer zurückzukehren.

Mit umgeworfenen Bäumen sorgte „Zeljko“ aber am Abend für Verzögerungen im Bahnverkehr. Betroffen seien die Strecken zwischen Rohrsen und Nienburg (Weser) sowie zwischen Hannover und Hannover-Lehrte, sagte ein Sprecher der Bahn in Berlin. Damit war die direkte Verbindung von der Landeshauptstadt nach Berlin unterbrochen. Während bei Nienburg nur ein Gleis ausfiel, musste die Strecke von Hannover nach Berlin zunächst voll gesperrt werden. In beiden Fällen waren die Oberleitungen von den Sturmschäden betroffen.

Wegen der vorhergesagten orkanartigen Stürme wurde das Musikfestival „Wesermove“ in Nordenham abgebrochen. Ein gefahrloser Aufenthalt habe nicht mehr garantiert werden können, teilte die Polizei mit. Rund 160 Teilnehmer seien bereits am frühen Morgen mit Shuttlebussen nach Nordenham gefahren und in eine Halle vor dem nächtlichen Gewitter und Sturmböen in Sicherheit gebracht worden. Etwa 50 weitere Besucher hätten eigenständig die Heimreise angetreten. Das am Freitagabend eröffnete Festival hätte eigentlich bis Sonntag dauern sollen.

Alle Veranstaltungen des Jugendfestivals „Rock den Dom“ in Hildesheim wurden vom Domhof in die umliegenden Gebäude verlegt. Die Rockband Jupiter Jones sollte am Samstag wegen der Sturmwarnung nicht mehr vor dem Hildesheimer Dom sondern in der Bischofskirche auftreten, teilte ein Bistumssprecher mit. Abgesagt wurde wegen „Zeljko“ der Volkstriathlon in Wolfsburg, wie die Polizei mitteilte. Auch die IG Metall sagte ihr für Samstagabend geplantes Sommerfest in Wolfsburg ab. Möglicherweise solle das Fest nachgeholt werden, hieß es.

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