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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Friedensnobelpreis An Ican: Diese Kampagne will Atomwaffen abschaffen

07.10.2017

Oslo Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) bekommt den diesjährigen Friedensnobelpreis. Die in Genf ansässige Organisation erhält die hoch renommierte Auszeichnung für ihre weltweiten Bemühungen zur Abrüstung, wie das Norwegische Nobelkomitee am Freitag bekanntgab.

Ican habe auf die katastrophalen Konsequenzen des Gebrauchs von Atomwaffen für die Menschheit aufmerksam gemacht und sich immens für das Erreichen eines vertraglich festgelegten Verbotes solcher Waffen eingesetzt, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen. „Durch ihre inspirierende und innovative Unterstützung der UN-Verhandlungen über einen Vertrag zum Verbot nuklearer Waffen hat Ican eine große Rolle dabei gespielt, etwas herbeizuführen, das im heutigen Zeitalter einem internationalen Friedenskongress entspricht.“

Die Preisvergabe sei nicht als Zurechtweisung in welcher Richtung auch immer zu verstehen, machte Reiss-Andersen auf eine Frage klar, ob die Auszeichnung etwas mit der Kritik von US-Präsident Donald Trump am internationalen Atomabkommen mit dem Iran zu tun habe. Der Preis sei eine Ermutigung und schicke Botschaften an alle Länder dieser Erde - vor allem aber an diejenigen, die im Besitz von Atomwaffen sind.

„Wir leben in einer Welt, in der das Risiko größer als seit langer Zeit ist, dass Atomwaffen gebraucht werden“, erklärte das Komitee. Als Beispiel für die Gefahr, dass weitere Länder nach Atomwaffen strebten, führte es in ihrer Begründung explizit Nordkorea an.

Ican setzte sich damit gegen 215 Personen und 102 andere Organisationen durch, die in diesem Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert worden sind. Im vergangenen Jahr hatte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos die Ehre zugesprochen bekommen. Er wurde für seine Anstrengungen für ein Ende des jahrzehntelang tobenden Bürgerkriegs in seinem Land geehrt.

Die ersten Friedensnobelpreisträger waren 1901 der Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, der Schweizer Henry Dunant, und der französische Ökonom Frédéric Passy, der die Ansicht vertrat, ein freier Handel unter Nationen fördere Frieden. Seitdem sind unter anderen Ausnahmepersönlichkeiten wie Martin Luther King, Michail Gorbatschow und Nelson Mandela, aber auch Institutionen wie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) oder die Europäische Union geehrt worden.

Der Friedensnobelpreis wird immer am 10. Dezember - dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel - in der norwegischen Hauptstadt Oslo verliehen. Alle weiteren Nobelpreise werden am selben Tag in Stockholm überreicht.

Die Wahl des Friedensnobelpreisträgers war häufig kontrovers, weil sie sehr politisch ist. Für Gesprächsstoff sorgt auch, warum bestimmte Personen wie beispielsweise Mahatma Gandhi den Preis niemals bekommen haben. 16 Frauen haben bislang den Preis erhalten, zuletzt Malala Yousafzai 2014.

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