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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Angeklagter wollte Unschuld von Opfer bezeugen lassen

25.10.2017

Paderborn Angesichts des desolaten Gesundheitszustandes des letzten Opfers im sogenannten Horrorhaus von Höxter hat der Angeklagte Wilfried W. versucht, bereits vor dem Tod der Frau jede Verantwortung von sich zu weisen. Das Landgericht Paderborn verlas am Dienstag Wortprotokolle von Tonaufnahmen, auf denen Gespräche zwischen Wilfried W. und der entkräfteten Susanne F. kurz vor deren Tod zu hören sind. Darin lässt sich der Angeklagte von der Frau bestätigen, dass nicht er sie misshandelt habe, sondern die Mitangeklagte Angelika W.. Von ihr habe Susanne F. Hämatome am ganzen Körper. Zu den verlesenen Protokollen gab es am Dienstag keine Stellungnahme der Prozessbeteiligten.

Der Fall von Susanne F. hatte die Ermittler auf die Spur von Angelika und Wilfried W. gebracht. Die beiden sollen am 21. April mit der schwer misshandelten und stark geschwächten Frau von Höxter in Richtung Bad Gandersheim in Niedersachsen gefahren sein, um sie nach Hause zu bringen. Eine Autopanne durchkreuzte den Plan. Susanne F. kam ins Krankenhaus, wo sie einen Tag später starb.

Das Paar soll über Jahre hinweg mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Angeklagt sind Angelika und Wilfried W. wegen Mordes durch Unterlassen. Eine weitere Frau aus Niedersachsen starb infolge der Quälereien.

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