Paderborn - Im Mordprozess um das sogenannte Horror-Haus von Höxter hat das Landgericht Paderborn den Sachverständigen von seiner Aufgabe entbunden. Der Professor der Uni Regensburg hatte sich bei seiner Aussage als Zeuge Mitte November in Widersprüche verwickelt und sich anschließend krank gemeldet.
Der 47-jährige Wilfried W. und seine 48-jährige Ex-Frau Angelika W. sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Jahrelang soll das Paar Frauen in sein Haus gelockt und schwer misshandelt haben, zwei Opfer starben. Wie das Gericht am Dienstag verkündete, soll nun die Ärztliche Direktorin der Gerichtspsychiatrie in Lippstadt-Eickelborn zusätzlich auch Wilfried W. begutachten. Der Experten-Wechsel wird das Prozessende um Monate nach hinten verschieben. Ein Urteil wird im Frühjahr erwartet.
