Caserta - Papst Franziskus hat am Samstag eine Hochburg des süditalienischen Verbrechersyndikats Camorra besucht. Vor dem Palast von Caserta rief er in einer Predigt die Gläubigen auf, den Mut zu haben, „Nein zu jeder Form der Korruption und Gesetzlosigkeit zu sagen“ und erntete dafür Applaus. In der Menge war ein Transparent mit den Worten „Gegen die Camorra“ zu sehen.

Caserta ist die größte Stadt im Einflussbereich des Casalesi-Clans. Diesem wird unter anderem vorgeworfen, illegalen Giftmüll in den Felder der Region abgelagert und damit das Ackerland vergiftet zu haben.

Erst im Juni hatte Franziskus die süditalienische Region Kalabrien besucht, in der mit der „Ndrangheta ein weiteres Verbrechersyndikat beheimatet ist. Dort hatte der Papst die Mitglieder der Gruppe für ihre „Verehrung des Bösen“ verurteilt und erklärt, dass jene, die diesem Pfad folgen, exkommuniziert würden.