PARIS - Ein nach Frankreich verschleppter deutscher Arzt hat seine Unschuld am Tod seiner Stieftochter Kalinka beteuert. Ich habe Kalinka weder vergewaltigt noch getötet, sagte der 75 Jahre alte Dieter K. am Mittwoch, dem zweiten Prozesstag.
Ich möchte betonen, dass ich unschuldig bin, fügte er auf Französisch hinzu. Der Mann steht im Verdacht, vor knapp drei Jahrzehnten seine Stieftochter vergewaltigt und sie mit einer Spritze getötet zu haben. Die damals 14-Jährige starb im Haus ihres Stiefvaters in Lindau am Bodensee.
Zu Beginn des Prozesstages hatte das Pariser Schwurgericht einen Antrag der Verteidigung abgewiesen. Der Anwalt des Arztes hatte die Zuständigkeit des Gerichts angezweifelt und den Europäischen Gerichtshof einschalten wollen.
