PARIS - PARIS/AFP - Frankreichs Justiz sitzt mit auf der Anklagebank: Das Pariser Schwurgericht berät seit gestern die Affäre um geschundene Kinder aus der Trabantenstadt Outreau am Ärmelkanal, einen der größten Skandale der französischen Justizgeschichte. Sieben von ursprünglich 17 Angeklagten wurden im Juli 2004 freigesprochen, nachdem sie teils fast drei Jahre lang unschuldig in Untersuchungshaft gesessen und das Sorgerecht für ihre Kinder verloren hatten. In Paris kämpfen nun sechs Angeklagte in zweiter Instanz um Freisprüche. Warum Justitia irren konnte, steht im Mittelpunkt des Prozesses. Offenbar hatte vor Jahren ein Untersuchungsrichter Missbrauchs-Vorwürfe ungeprüft übernommen.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
