PARIS - PARIS/DPA/AFP - Im vierten Anlauf hat eine superschwere europäische Ariane-Rakete in der Nacht zu gestern zwei Fernmeldesatelliten in den Weltraum gebracht. Es war nach dem gescheiterten Jungfernflug der dritte erfolgreiche Einsatz einer Ariane-5- ECA, die mit fast zehn Tonnen ein Drittel mehr Last befördern kann als die klassische Ariane-5. Der erste Ariane-Start des Jahres war zuvor dreimal kurzfristig aus technischen Gründen verschoben worden.
Die Trägerrakete hob nach mehrfacher Unterbrechung des Countdowns problemlos vom Startzentrum Kourou in Französisch-Guayana ab. Kurz nach Mitternacht setzte sie den spanischen Militärsatelliten Spainsat für abhörsichere Kommunikation und den Fernsehsatelliten Hot Bird 7A von Eutelsat im Weltraum aus. Das teilte Arianespace gestern in Evry bei Paris mit.
Beim Jungfernflug der Ariane-5-ECA im Dezember 2002 hatten Haarrisse im Kühlsystem des Haupttriebwerks die Sprengung nötig gemacht. Anschließend wurden 556 Millionen Euro in die Verbesserung investiert.
Große Freude herrschte am Wochenende auch bei der US-Weltraumbehörde Nasa, nachdem die Mars-Sonde in der Nacht zu Sonnabend erfolgreich in eine Umlaufbahn um den Roten Planeten eingeschwenkt war. „Die Lehrbücher über den Mars werden jetzt neu geschrieben“, sagte Projektleiter Jim Graf gestern. Eine Hochleistungskamera soll Bilder mit bislang unbekannter Detailschärfe liefern.
