• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

China-Infektion: Virus-Verdacht auf Luxusschiff

31.01.2020

Peking /Civitavecchia Während die Weltgesundheitsorganisation am Donnerstag in Genf noch über die Ausrufung eines internationalen Notstands diskutierte, versuchten die Behörden in China alles, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Um Ansammlungen von Menschen zu verhindern, wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt. Die Krankenhäuser in der schwer betroffenen Provinz Hubei leiden an einem Mangel an Material. Die Behörden in Wuhan bauen zwei Krankenlager in Schnellbauweise.

Der Höhepunkt der Epidemie wird frühestens in einer Woche erwartet. Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 20 Ländern mehr als 100 Infektionen gezählt worden. Vielfach sind die Infizierten Reisende aus China, aber es kommt zu neuen Ansteckungen außerhalb des Landes.

Die Bundesrepublik plant eine Rückholaktion für deutsche Staatsbürger. Wer mit einem Flugzeug aus Wuhan ausgeflogen werden möchte, müsse in Deutschland zwei Wochen in Quarantäne, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Mitfliegen könne nur, wer symptomfrei sei

Patienten symptomfrei

Die vier ersten Patienten in Deutschland waren nach Angaben eines behandelnden Klinikarztes in München von Donnerstag symptomfrei. Die WHO hält die Maßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland für ausreichend.

Auch Unternehmen mit Niederlassungen in China reagieren. BMW hat seine drei Werke in der Millionenstadt Shenyang geschlossen. VW setzt seine Produktion in China vorerst weiter aus. Volvo verlängert die während des chinesischen Neujahrsfestes geltende Produktionspause.

Die Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus auf die Wirtschaft sind nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) noch nicht absehbar. Nach der Lufthansa und British Airways kündigten weitere Fluggesellschaften an, ihre Flüge nach China zu streichen.

Im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia mussten etwa 7000 Menschen über Stunden an Bord eines Kreuzfahrtschiffes ausharren. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe über Symptome wie Fieber und Atemprobleme geklagt. Sie und ihr Mann wurden daraufhin auf dem Schiff isoliert

Aufregung in Italien

An Bord waren auch deutsche Touristen, wie eine Sprecherin des Unternehmens Costa Crociere sagte. Das Schiff war gegen 8 Uhr in den Hafen von Civitavecchia in der Nähe von Rom eingelaufen. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere nicht an Land gehen durften. Erst am späten Abend wurde Entwarnung gegeben. Die Tests an den beiden Menschen waren negativ, teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit.

Trotz der Entwarnung gab es zwischenzeitlich Verwirrung, ob die Passagiere aussteigen dürften. Mehr als 1000 Menschen, die ihre Reise in Civitavecchia ohnehin beenden wollten, erhielten von den Gesundheitsbehörden im Hafen zunächst die Erlaubnis dazu. Doch dann untersagte das der Bürgermeister der Stadt, Ernesto Tedesco, wieder. „Ich bin ein Bürgermeister und ich muss die Bürger meiner Stadt schützen“, sagte er.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.