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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Coronavirus: Höchste Virus-Gefahr bis April

19.02.2020

Peking Die Epidemie der neuen Lungenkrankheit Covid-19 wird sich nach Einschätzung eines Experten in China möglicherweise erst Ende April stabilisieren. „Das ist eine sehr grobe Schätzung“, sagte Zhong Nanshan, Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung, am Dienstag. Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs sei nach derzeitigem Stand voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen.

Nach einer von Chinas Gesundheitsbehörde vorgestellten Analyse sterben im Land 2,3 Prozent der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten. Betroffen seien weiterhin vor allem alte Menschen und solche mit schweren Vorerkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Bei Menschen über 80 Jahren liege die aus den bisher vorliegenden Daten errechnete Todesrate bei knapp 15 Prozent, berichtete die Behörde am Dienstag. In der Gruppe der zehn bis 39 Jahre alten Menschen sterben 0,2 Prozent der Infizierten, also etwa zwei von 1000 Betroffenen.

In der weit überwiegenden Zahl der Fälle – der Gesundheitsbehörde zufolge mehr als 80 Prozent – zeigen Menschen, die sich mit dem Erreger angesteckt haben, nur milde Symptome. Knapp 14 Prozent der Betroffenen entwickeln demnach schwere Symptome wie Atemnot, knapp fünf Prozent lebensbedrohliche.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betonte erneut, dass das Sars-CoV-2 außerhalb Chinas einen sehr kleinen Anteil der Menschen betreffe. Allerdings lasse sich die weitere Entwicklung nach wie vor nicht sicher voraussagen – auch für die Epidemie in China nicht.

Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ in Japan stieg unterdessen erneut deutlich. Die Zahl erhöhte sich um 88 auf inzwischen 542 Fälle, teilte das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Alle Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht.

Nach zweiwöchiger Quarantäne sollen an diesem Mittwoch die ersten der rund 3000 Menschen von Bord gehen dürfen. Die Ausschiffung werde voraussichtlich bis Freitag dauern, so das Gesundheitsministerium.

In China läuft derzeit eine gewaltige Rückreisewelle von Wanderarbeitern nach den wegen des Virus verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest. Zwar wurden strenge Maßnahmen zur Kontrolle der Reiseströme ergriffen, wie gut sie wirken, wird sich aber erst noch zeigen.

Die Zahl der in der offiziellen Statistik erfassten Fälle lag am Dienstag bei gut 72 000, die der Todesfälle in Festland-China bei 1868. Experten gehen jedoch von einer um ein Vielfaches höheren Dunkelziffer bei den Fallzahlen aus.

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