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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Coronavirus: Große Firmen schließen Läden

30.01.2020

Peking /München Nach mehr als 6000 Erkrankten weltweit hat das neuartige Coronavirus zunehmend auch wirtschaftliche Auswirkungen: Europas größte Fluggesellschaft Lufthansa streicht ebenso wie British Airways und andere Anbieter Flüge von und nach China. Dabei wollen nach EU-Angaben rund 600 Europäer die besonders stark betroffene Region Wuhan so schnell wie möglich verlassen. Die Bundeswehr wird „in den nächsten Tagen“ Deutsche und ihre Angehörigen aus der Provinz Hubei ausfliegen.

Die vier ersten Patienten in Deutschland sind derweil nach Angaben des behandelnden Chefarztes Clemens Wendtner von der Münchner Klinik Schwabing symptomfrei und in klinisch gutem Zustand. Die drei Männer im Alter von 27, 33 und 40 Jahren sowie eine 33-jährige Frau würden jedoch weiterhin auf ihren Zimmern isoliert und beobachtet. Zudem hätten Tests bei Kontaktpersonen bislang keine neuen Verdachtsfälle ergeben, teilte das Bayerische Gesundheitsministerium mit.

Bei Schulung angesteckt

Die Kollegen hatten sich bei einer Schulung ihres Arbeitgebers in Gauting nahe München bei einer Kollegin angesteckt, die aus China angereist war. Der Arbeitgeber, Autozulieferer Webasto, hat neben seinen elf Werken in China auch seinen Stammsitz im Ortsteil Stockdorf vorübergehend geschlossen.

Bei zwei Männern aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein besteht der Verdacht, dass sie sich infiziert haben könnten. Entsprechende Proben werden in einem Labor an der Berliner Charité untersucht, sagte eine Sprecherin des Kreisklinikums Siegen.

„Die ganze Welt muss jetzt in Alarmbereitschaft sein“, sagte der Notfallkoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Michael Ryan, in Genf. Der Notfall-Ausschuss sei wegen der hohen Fallzahl und der steigenden Übertragungen im Ausland neu einberufen worden. „Die Übertragungskette kann immer noch unterbrochen werden“, sagte Ryan. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief ebenfalls dazu auf, wachsam zu sein. Nach Einschätzung von Experten verläuft die Lungenkrankheit offenbar meist mild, zum Teil sogar ohne Symptome.

Außerhalb Chinas gibt es unter anderem in Thailand, Japan, Singapur, Malaysia, den USA, Australien, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten Erkrankte. In Europa wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich vier Fälle bestätigt. Am Mittwoch kam ein Fall in Finnland hinzu.

Es gibt zunehmend Patienten, die sich bei Reiserückkehrern aus China angesteckt haben. Die Regierung in Peking hat ihren Staatsbürgern geraten, Reisen ins Ausland zu verschieben.

Höhepunkt in zehn Tagen

Während es außerhalb Chinas etwas mehr als 80 nachgewiesene Infektionen gibt, ist die Zahl der bekannten Infektionen in dem Land innerhalb eines Tages um rund 1500 auf 6078 gestiegen. Erstmals sind innerhalb Chinas auch andere Staatsangehörige erkrankt. Die Zahl der Todesfälle lag am Mittwoch unverändert bei 132. Die Epidemie wird nach Experten-Einschätzung in sieben bis zehn Tagen einen Höhepunkt erreichen.

Nach Angaben des Peter Doherty Instituts für Infektionen und Immunität in Melbourne haben Wissenschaftler das Virus inzwischen im Labor nachgezüchtet. Nun könne an einem Gegenmittel gearbeitet werden.

Internationale Firmen kündigten Konsequenzen an. So schloss die Kleiderkette H&M 74 Filialen und drei Läden der Tochtermarke Monki. Auch der Möbelkonzern Ikea schloss rund die Hälfte seiner Möbelhäuser in China.

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