• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Viruserkrankung: Immer mehr Tote durch Corona

22.02.2020

Peking /Yokohama Die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus steigt stetig an. In China sind innerhalb eines Tages wieder 118 Patienten gestorben. Mehr als ein Dutzend Rückkehrer aus der schwer von der Lungenkrankheit betroffenen Millionenmetropole Wuhan in Zentralchina wurden am Freitag in Stuttgart erwartet. Deutsche Passagiere der Kreuzfahrtschiffe „Diamond Princess“ in Japan und „Westerdam“ in Kambodscha fliegen ebenfalls heim. Aus Furcht vor einer Verbreitung des Erregers im Iran schloss der Irak seine Grenze zu dem Nachbarland. In mehr als zwei Dutzend Ländern wurden schon rund 1200 Infektionen und elf Tote gezählt.

In Festland-China sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen bis Freitag um 889 auf 75 465 Fälle gestiegen, teilte die Gesundheitskommission in Peking mit. Experten rechnen aber mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer. Mit den neuen Todesfällen werden nun offiziell 2236 Tote in der Volksrepublik beklagt.

Der Anstieg aller neuen Infektionen fiel den zweiten Tag in Folge niedriger aus, nachdem China erneut die Zählweise geändert hatte. Klinische Diagnosen der Covid-19-Lungenkrankheit in Hubei werden nicht mehr mitgezählt. Künftig muss die Ansteckung wieder durch einen DNA-Test im Labor bestätigt werden. Die Provinz hatte erst vergangene Woche angefangen, auch Diagnosen zu zählen, die auf Faktoren wie Lungenbildern, dem körperlichen Zustand und der Vorgeschichte beruhen. Experten hatten beklagt, dass die DNA-Tests häufig fehlerhaft seien und Infektionen nicht aufspürten.

Nach einer neuen europäischen Rückholaktion aus Wuhan sind am Freitag in Stuttgart mehr als ein Dutzend Heimkehrer eingetroffen. Sie kamen zunächst mit anderen Europäern in einer französischen Maschine nach Paris. Nach ihrer Ankunft in Stuttgart wurden sie in eine Quarantäne-Station im Landkreis Esslingen gebracht.

Sechs Passagiere aus Deutschland, die in Yokohama noch auf der „Diamond Princess“ waren, kamen mit anderen Europäern in einem italienischen Flugzeug nach Berlin. Das Schiff hatte zwei Wochen unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv getestet worden und liegt in Japan im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher und seine japanische Frau aus München wollen erst noch in Tokio bleiben.

Begleitet von Ausschreitungen sind am Donnerstag Dutzende Ukrainer aus Wuhan in einer Quarantänestation in der Zentralukraine angekommen. Auf der Fahrt dorthin wurden mehrere Scheiben der Busse eingeworfen. Die Polizei musste auch eine brennende Barrikade wegräumen. Neun Polizisten und ein Zivilist hätten danach ärztliche Hilfe benötigt. Hunderte Menschen hatten gegen die Rückkehr aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 demonstriert. Sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet. Es flogen Steine.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.