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NWZonline.de Nachrichten Panorama

PROZESS: Pumuckl darf endlich heiraten

25.05.2007

MüNCHEN Kobold Pumuckl darf in einem Malwettbewerb für Kinder eine Freundin bekommen. Das Landgericht München I wies am Donnerstag den Antrag auf eine Einstweilige Verfügung zurück, den die Autorin und Pumuckl-Erfinderin Ellis Kaut gestellt hatte. Sie wollte der ursprünglichen „grafischen Mutter“ des rothaarigen Klabauters – der Zeichnerin Barbara von Johnson – eine Mitwirkung an dem Wettbewerb eines privaten Veranstalters untersagen lassen. Sie hatte damit ihre Urheberrechte verletzt gesehen. Kaut will die Entscheidung der 7. Zivilkammer anfechten.

In einem Bericht eines privaten TV-Senders über den Wettbewerb hatte Johnson geäußert, der Pumuckl „hat es verdient, eine Freundin zu bekommen“ Der Veranstalter des Wettbewerbs, ein Galerist, hatte in dem TV-Beitrag versprochen, der Gewinner dürfe die Zeichnerin in ihrem Münchner Atelier besuchen und dort sogar an einer Hochzeit von Pumuckl teilnehmen.

Das Gericht hob hervor, dass die Initiative zu dem Wettbewerb nicht von Johnson ausgegangen sei. Vor allem habe die Zeichnerin in keiner Weise die Geschichte des Pumuckl fortführen wollen, deshalb seien die Urheberrechte von Kaut nicht tangiert. Im Rahmen ihrer Meinungsfreiheit dürfe Johnson sich auch dahingehend äußern, dass dem Kobold eine Freundin zu gönnen sei, sagte der Vorsitzende Konrad Retzer. Jedermann könne dies öffentlich äußern. Im Übrigen sei es jedermann unbenommen, in seinem privaten Bereich Pumuckl in den Hafen der Ehe zu führen.

Ellis Kaut nahm nach eigenen Worten die Entscheidung „nicht gelassen hin“. Der Streit gehe weiter, kündigte die Autorin an, sie sei über den Ausgang „zuversichtlich“. Pumuckl werde „niemals eine Freundin haben, das schließe ich vollkommen aus“, versicherte Kaut.

In der mündlichen Verhandlung hatte Kaut im April vor Gericht betont: „Pumuckl ist ein Nachfahre der Klabauter und somit ein Geistwesen – wie ein Engel. Engel werden nicht alt, heiraten nicht und zeugen keine Kinder.“ Die Richter erinnerten die Autorin aber daran, sie selbst habe in einer ihrer Pumuckl-Gesichten davon erzählt, dass sich der Kobold unglücklich in die Nichte von Meister Eder verliebt habe.

Kaut hatte den Pumuckl und seine Geschichten vor 43 Jahren erfunden, Johnson verlieh ihm damals die unverwechselbare Gestalt.

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