Rothenburg - „Das Jobcenter Geschäftsstelle Rothenburg bleibt bis auf Weiteres geschlossen.“ Der gelbe Zettel an der Tür, das rot-weiße Absperrband und der vor dem grauen Haus wartende Polizeibeamte sind deutliche Hinweise auf die Tragödie, die sich am Mittwoch im Touristenstädtchen Rothenburg ob der Tauber ereignet hat.
Im Jobcenter hat ein 28-jähriger Mann einen externen Gutachter mit dem Messer angegriffen und mehrmals auf ihn eingestochen, so berichten es die Ermittler. Für das 61-jährige Opfer kommt jede Hilfe zu spät. Der Mann stirbt trotz intensiver Wiederbelebungsversuche des Notarztes noch am Tatort. Die Hintergründe und das Motiv für die Tat sind völlig unklar.
Was genau passiert ist, wollen die Ermittler so kurz nach der Tat noch nicht sagen. Nur so viel: Der 28-Jährige hatte einen Termin im Jobcenter. Der Gutachter war keiner der sieben festen Mitarbeiter des Jobcenters, sondern wurde in manchen Einzelfällen hinzugezogen.
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sagte: „Es schockiert mich zutiefst, dass wir in den letzten Jahren immer wieder Übergriffe in Jobcentern erleben mussten, die nun schon zum dritten Mal sogar ein tödliches Ende genommen haben.“
