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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Fernsehen: Realitätsflucht mit Z-Promis

12.01.2017

Köln Die Dschungelcamp-Kandidaten – eine illustre Reihe mehr oder weniger Prominenter – sind schon in Australien. An diesem Freitag (RTL, 21.15 Uhr) startet das Spektakel „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im deutschen Fernsehen.

„Ein vielversprechendes Unterhaltungsprinzip“ nennt die Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher von der Uni Hamburg die diesjährige Kandidaten-Zusammenstellung und erkennt „Konfrontainment-Strategien“ als Strukturprinzip. „Es gibt natürlich Kandidaten, die konfliktbewährt sind wie Jens Büchner und Gina-Lisa Lohfink“, sagt sie. „Auch Kader Loth geht in die Richtung.“

Eine Kostprobe von Kader Loth, von der nicht ganz klar ist, warum eigentlich so viele Fernsehzuschauer sie kennen: „Ich habe mich selber entdeckt – deshalb verdien’ ich ja ’nen Nobelpreis.“ Dass Gina-Lisa das Strukturprinzip Konfrontainment verstanden hat, beweist sie direkt mit einer Drohung an ihren Ex, den strippenden Sänger Marc Terenzi: „Wenn er mich zu sehr ärgert und blöd zu mir ist, dann muss ich schon mal allen erzählen, warum ich nicht mehr mit ihm zusammen bin. Dann denken alle echt ganz schön böse über ihn.“

Und dass auch andere Kandidaten sich ihre Rollen vorab zurechtgelegt haben, wird in den ersten Trailern deutlich. Schauspielerin Nicole Mieth (war mal bei „Verbotene Liebe“) betont, sie suche das Abenteuer und nicht das schnelle Geld: „Ich bin berufstätig. Ich habe 2016 schon einige Sachen gemacht, die man auch nachlesen kann.“

Gina-Lisa will sich „nicht nackig machen“, Teilnehmerin Sarah Joelle Jahnel (war mal bei „Deutschland sucht den Superstar“) dagegen womöglich schon. Ist vielleicht auch besser: So hat sie bei denjenigen, die sie schon in der RTL-Nacktshow „Adam und Eva“ sahen, einen gewissen Wiedererkennungswert.

Die Sendung biete einen „Einblick in die Mediengesellschaft als Mikrokosmos“, sagt Bleicher. „Man kann Z-Prominenten dabei zuschauen, wie sie in 14 Tagen versuchen, zu Stars aufzusteigen, und beobachten, welche Strategien sie dabei verfolgen.“ TV-Auswanderer Jens Büchner hat sich zur Sicherheit schon mal selbst einen Titel gegeben: „Geilste Sau von Malle“.

Es ist bereits die elfte Staffel der RTL-Show. Seit mehr als zehn Jahren werden Spitzenquoten erreicht mit einer durchschnittlichen Zuschauerzahl zwischen 4,9 Millionen (2008) und 8 Millionen (2014). 2016 schalteten im Schnitt 7,1 Millionen Menschen ein.

„Dieses Format ist eines der Lagerfeuer-Fernsehformate“, sagt Bleicher und geht auch 2017 von einem Erfolg aus. „Die Z-Promis sind ein Ritual, das sich nicht durch gesellschaftliche Entwicklungen verändern wird.“ Nach dem Krisenjahr 2016 könnte das Format sogar noch eine andere Funktion erfüllen als die reine Unterhaltung. Bleicher sagt: „Es bietet vielfältige Eskapismus-Funktionen an. Man kann aus dem Alltag in den Dschungel fliehen für eine Stunde oder zwei.“

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