RECKLINGHAUSEN - Nach dem Überfall auf den Musikproduzenten Dieter Bohlen (Bild) haben die Tatverdächtigen ihre Beute schon ausgegeben. „Das Geld ist weg“, sagte Burkhard Benecken, der Anwalt des heute 18 Jahre alten jüngeren Beschuldigten. Sein Mandant habe dabei keine Großanschaffungen getätigt, sondern das Geld für „Dinge des alltäglichen Lebens“ verbraucht. Als sich seine Eltern über den plötzlichen Reichtum wunderten, habe er behauptet, Dinge im Internet versteigert zu haben.
Mitte Dezember 2006 soll der 18-Jährige zusammen mit einem ein Jahr älteren Komplizen Bohlen in seiner Villa in Tötensen bei Hamburg überfallen haben. Nach Aussage des Duos nahmen sie bei dem Überfall 29 600 Euro mit. Bohlen hatte die gestohlene Summe mit 60 000 Euro angegeben.
Der Tatverdächtige, der zur Zeit in der Jugendstrafanstalt Iserlohn sitzt, hatte Bohlen in dieser Woche einen Brief geschrieben, in dem er sich entschuldigte und den Musikproduzenten zu einem persönlichen Gespräch ins Gefängnis einlud. Bohlen hat bislang nicht geantwortet.
