Regensburg - Der Sportwagenfahrer, der am Donnerstag durch Regensburg gerast ist und dabei eine Fünfjährige getötet hat, soll psychische Probleme haben. Der 46-Jährige war freiwillig stationär im Bezirksklinikum Regensburg untergebracht, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Am Mittwochabend hatte er die Klinik in Absprache mit seinem Arzt verlassen und war nicht zurückgekommen.
Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen eines Tötungsdeliktes gegen den Mann ein. Das Amtsgericht Regensburg erließ einen Unterbringungsbefehl; der Regensburger ist nun in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Sein Führerschein soll ihm entzogen werden. Die Hintergründe der Tragödie sind noch unklar.
Eine Befragung des Mannes war bislang nicht möglich. Auch er wurde verletzt, als er seinen Wagen in einen Waschsalon fuhr. Ob er unter Drogen stand, wissen die Ermittler bisher nicht. Bei seiner Irrfahrt mit teilweise mehr als 100 Stundenkilometern überfuhr der Mann rote Ampeln, raste in falscher Richtung durch Einbahnstraßen und durchquerte eine Baustelle. Bei der Fahrt verletzte der Fahrer einen 60-Jährigen schwer. Der Fußgänger hatte versucht, ihn aufzuhalten.
In einer scharfen Kurve verlor der Fahrer schließlich die Kontrolle über den Sportwagen, der über eine Bordsteinkante und einen Streugutkasten hochgeschleudert wurde, auf ein geparktes Auto flog und von dort in das Frontfenster des Waschsalons.
Dort erfasste das Cabriolet zwei Kinder: Eine Fünfjährige erlag kurze Zeit später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ihre drei Jahre alte Schwester lag am Freitag noch im Krankenhaus. Die 27-jährige Mutter erlitt einen Schock.
