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NWZonline.de Nachrichten Panorama

„200 Jahre Arbeit, Forschung und Wissen verloren“

04.09.2018

Rio De Janeiro Ein Großbrand hat weite Teile des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro zerstört. 200 Jahre Geschichte wurden innerhalb weniger Stunden ein Raub der Flammen. „Wir wissen noch nicht, wie viel Material zerstört worden ist“, sagte Museumsdirektor Alexander Kellner in einer ersten Stellungnahme am Montag. „Brasilien trauert. Das Feuer betrifft jeden, nicht nur die Institution.“

Das Feuer war am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr ausgebrochen, als das Museum bereits geschlossen war. Rasch griffen die Flammen auf fast alle Teile des Gebäudes über. Verletzte gab es nach Angaben der Museumsverwaltung nicht. Die Brandursache ist noch unklar. Möglicherweise habe ein Ballon oder ein Kurzschluss den Brand ausgelöst, schrieb die Zeitung „Folha de São Paulo“.

Das Museum galt mit seiner geologischen, botanischen, paläontologischen und archäologischen Sammlung als eines der wichtigsten Ausstellungshäuser Südamerikas. Eines der bekanntesten Ausstellungsstücke ist ein Skelett, das „Luzia“ genannt wurde. Das Fossil eines der ältesten in Amerika gefundenen Homo sapiens ist 12 500 bis 13 000 Jahre alt.

„200 Jahre Arbeit, Forschung und Wissen sind verloren gegangen“, schrieb der brasilianische Präsident Michel Temer auf Twitter. „Es ist ein trauriger Tag für alle Brasilianer.“ In den örtlichen Medien hieß es, dass ein großer Teil der nach Museumsangaben mehr als 20 Millionen Exponate zerstört oder beschädigt sein könnte.

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