Rostock/Liepen - Die Stadt Rostock hat die tödlichen Schüsse auf das entlaufene Zirkus-Zebra Pumba verteidigt. Stadtsprecher Ulrich Kunze sagte, der Zirkus sei seiner Verantwortung nicht gerecht geworden. „Deshalb mussten wir zum Schutz der Allgemeinheit schnell handeln.“ Das Tier sei 60 Meter von den Rettern entfernt gewesen, Betäubungsgewehre träfen aber nur auf 40 Meter.

Eine Anwohnerin hatte dagegen unmittelbar nach dem Vorfall in Liepen nahe Rostock gesagt, dass die Feuerwehrleute bei der Abgabe der zwei tödlichen Schüsse etwa zehn Meter von dem Zebra entfernt gewesen seien. Zirkusdompteur Angelo Madel hatte betont, es habe keinen Grund für die Schüsse gegeben. Es sei mit der Polizei abgemacht gewesen, das Zebra zu betäuben. Zirkusdirektorin Adriane Ortmann kündigte an, den Feuerwehr-Mitarbeiter auf Schadenersatz zu verklagen.

Die Polizei Rostock erklärte, es seien keine strafrechtlichen Ermittlungen, insbesondere keine Todesfallermittlungen, aufgenommen worden, da es sich um ein Tier handele. Man versuche aber, die Umstände aufzuklären. Auch die Feuerwehr bemühe sich um Aufklärung, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Das Zebra war in der Nacht zu Mittwoch in Tessin dem Zirkus „Barlay“ entlaufen und verursachte auf der Autobahn A20 einen Unfall.