• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama

Wie Tony Blair Markus Lanz aus dem Konzept bringen wollte

06.08.2018

Hamburg/Mainz (dpa) - Seit gut zehn Jahren ist Markus Lanz beim ZDF, seit 1. Oktober 2009 führt er regelmäßig drei Mal die Woche durch seine Talkshow.

Ein Gast versuchte, ihn bei der in Hamburg produzierten Sendung nach alter Schule aus dem Konzept zu bringen, erinnert sich der 49-Jährige in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit seinem Sender: Englands Ex-Premier Tony Blair, der eine Minute vor dem Start der Talkshow an Lanz herauf- unter herunterblickend mit der Frage kam: "Ihre Schuhe gefallen mir. Wo haben Sie die her?"

Es sei wie eine Szene wie aus dem Theaterstück und dem Film "Frost/Nixon", in der der Ex-US-Präsident Richard Nixon den jungen Journalisten David Frost vor mehreren langen Interviews immer wieder mit privaten Fragen aus dem Konzept bringen will, sagte Lanz. Er habe dann Blair "ziemlich unvermittelt an den Kopf geworfen, dass ich davon überzeugt sei, er sei nur deshalb zum Katholizismus konvertiert, um all die Lügen aus dem Irak-Krieg beichten zu können", so der Moderator.

Plötzlich habe sich Blair nach vorne gebeugt, ihn kurz am Unterarm angefasst und gesagt: "Markus, hören Sie zu, es war doch so und so..." - auch das sei nur ein rhetorischer Trick gewesen. "Aber ich merkte: Okay, jetzt muss er arbeiten. Und es wurde dann ein richtig gutes Gespräch."

Seine Sendung habe ihm "noch nie so viel Spaß gemacht wie im Moment", fuhr Lanz fort. "Das liegt natürlich auch daran, dass wir gerade in unglaublich spannenden, wenngleich auch komplizierten und irgendwie mühsamen Zeiten leben."

Weitere Nachrichten:

ZDF | dpa

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.