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NWZonline.de Nachrichten Panorama

„Miss Germany“ jagt Verbrecher im Netz

25.02.2019

Rust /Oldenburg Nadine Berneis lächelt, als sie zur Siegerin erklärt wird. Und zeigt so ihr Markenzeichen: ihre Zahnlücke. Sie ist nach Angaben der Veranstalter, der Miss Germany Corporation in Oldenburg, die älteste „Miss Germany“ des seit 1927 laufenden Wettbewerbs, die je gewählt wurde, und die erste Polizistin, die siegt. „Und die erste mit Zahnlücke“, sagt die 28-Jährige und zeigt ihr Lächeln.

Die Polizeihauptmeisterin mit schwäbischem Wohnort und sächsischen Wurzeln wird in der Nacht zum Sonntag zur neuen „Miss Germany“ gekürt. Sie konzentriert sich nun ein Jahr lang auf den Job der Schönheitskönigin.

„Es geht ein Traum für mich in Erfüllung“, sagt Nadine Berneis nach der Wahl im Europa-Park in Rust bei Freiburg und schreitet auf Stöckelschuhen, mit ihrer Siegerkrone und der Schärpe, den Laufsteg ab. Gegen 15 Konkurrentinnen aus ganz Deutschland hat sich die junge Frau aus Stuttgart im Finale des Schönheitswettbewerbs durchgesetzt. Im Abendkleid und in Freizeitmode präsentieren sich die Frauen einer Jury und beantworten Fragen. Jede von ihnen vertritt ein Bundesland.

Die neue „Miss Niedersachsen“, Sarah Wipperfürth, die im Jahr 2017 „Miss Bad Zwischenahn“ war, schaffte es in Rust nicht unter die ersten Acht. Für sie kam nach der ersten Runde das überraschende Aus.

Berneis, die amtierende „Miss Baden-Württemberg“, ist am Ende die strahlende Siegerin, sie entscheidet das Schaulaufen der Schönen für sich. Im Publikum drückten die Eltern, ihr Freund und die zwei Schwestern die Daumen, wie sie später erzählt.

„Es war neben Ausstrahlung und Aussehen am Ende die Lebenserfahrung, die überzeugt hat“, sagt der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, der neben der Popsängerin Sarah Lombardi, dem Stylisten Boris Entrup und der britischen Tänzerin Nikeata Thompson („Germany’s Next Topmodel“) in der Jury sitzt und die neue „Miss Germany“ wählt: „Sie ist eine Frau, die mitten im Leben steht.“ Berneis, die Polizeibeamtin mit blonden Haaren und blauen Augen, habe überzeugt. Und sei mit ihren 1,81 Metern Körpergröße „eine beeindruckende Erscheinung“.

Von ihrem Job als Polizistin wird sich die 28-Jährige nun für ein Jahr beurlauben lassen. Sie will sich ihrer Tätigkeit als Schönheitskönigin widmen. In einem Polizeirevier in der Stuttgarter Innenstadt ermittelt die Beamtin gegen Internetkriminelle. Sie verfolgt Betrüger im weltweiten Netz und geht dort Drohungen nach. Seit dem Job ist sie vorsichtiger geworden, sagt sie. Und bleibt dabei realistisch: „Jeder kann mit seinen Daten Opfer von Internetbetrügern werden, auch ich.“

Geboren und aufgewachsen ist sie in Dresden in Sachsen, ihre Leidenschaft gehört dem Fußballclub Dynamo Dresden. Als sie 18 Jahre alt war, kam sie zur Polizeiausbildung nach Baden-Württemberg: „Ich spreche aber weder Sächsisch noch Schwäbisch.“ Seit sechseinhalb Jahren lebt und arbeitet sie in Stuttgart. Dort kam sie im Fitnessstudio durch Zufall auf den „Miss Germany“-Wettbewerb.

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