SAARBRüCKEN - Die Hoffnungen auf eine heiße Spur im Heilbronner Polizistinnenmordfall haben sich zerschlagen. Zwei mutmaßliche Einbrecher, die möglicherweise das „Phantom von Heilbronn“ kennen, wurden von Frankreich ausgeliefert, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.
Die auch „Frau ohne Gesicht“ genannte Täterin wird verdächtigt, im April 2007 eine Polizistin in Heilbronn ermordet zu haben. Das Phantom wird seit 15 Jahren im Zusammenhang mit Dutzenden Straftaten gesucht – darunter sechs Morde. Zuletzt wurde die DNA nach vier Einbrüchen im Saarland und in Rheinland-Pfalz entdeckt.
Die 26 und 33 Jahre alten Verdächtigen seien bereits am 29. Dezember von Frankreich ins Saarland gebracht worden, sagte Dieter Appel vom Landeskriminalamt (LKA) Saarland am Montag. Die Männer seien „ausführlich vernommen“ worden. Zur mutmaßlichen Heilbronner Polizistinnenmörderin hätten sie keine Angaben gemacht. Nachdem sie ein Teilgeständnis abgelegt hätten, habe das Amtsgericht Saarbrücken die Männer vorläufig auf freien Fuß gesetzt.
