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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Brände zerstören Teile Kaliforniens

13.11.2018

San Francisco Gewaltige Brände im Norden und Süden Kaliforniens haben Hunderte Quadratkilometer Wald vernichtet und Tausende Häuser zerstört. Nach Angaben des kalifornischen Feuerwehrverbands CPF mussten rund 250 000 Menschen vor den Flammen fliehen. Im Ort Paradise nördlich von Sacramento kamen laut der Polizei 29 Menschen ums Leben. Auch im südkalifornischen Malibu waren am Freitag zwei Menschen in einem Auto verbrannt.

In Paradise, wo das sogenannte „Camp“-Fire seit Donnerstag mehr als 6000 Häuser zerstörte, werden weiterhin viele Menschen vermisst. Die Behörden sprachen am Sonntag von 228 Personen. Vermutlich stehen aber auch Personen auf der Vermisstenliste, die sich bereits in Sicherheit bringen konnten.

Chaotische Verhältnisse mit abgesperrten Straßen und ohne Telefonnetz erschwerten die Suche nach Angehörigen. Nach Angaben der Einsatzkräfte ist das „Camp“-Feuer erst zu rund 25 Prozent eingedämmt.

Mehr als 8000 Feuerwehrleute kämpften am Wochenende weiter gegen drei große Brände im Norden und Süden des US-Westküstenstaats an. Fast 150 000 Menschen hätten ihre Häuser räumen müssen, teilte die Einsatzleitung im Bezirk Los Angeles mit.

Auch die Villen von Prominenten im hügeligen Umland von Los Angeles wurden nicht verschont. Das Anwesen von Moderator Thomas Gottschalk (68) und seiner Frau Thea in Malibu brannte ab. Auch deren Nachbarin, US-Popstar Miley Cyrus, verlor ihr Haus. „Meine Tiere und die Liebe meines Lebens haben es sicher herausgeschafft & das ist alles, was im Moment zählt“, twitterte die 25-jährige Sängerin und dankte den Einsatzkräften. Hollywood-Star Gerard Butler und „Doctor Strange“-Regisseur Scott Derrickson verloren ebenfalls ihre Häuser.

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown zeichnete am Sonntag ein düsteres Bild für seinen dürregeplagten Staat. „Dies ist nicht die neue Normalität, es ist die neue Abnormalität“, sagte der Demokrat. US-Präsident Donald Trump hatte mit Blick auf die jüngsten Brände den Behörden Missmanagement vorgeworfen und mit dem Entzug von Bundesmitteln gedroht. „Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forst-Management“, twitterte er und holte weiter aus: Dem „groben Missmanagement“ sei „sofort Abhilfe“ zu schaffen oder es gebe „keine weiteren Zahlungen vom Bund“.

Gouverneur Brown wies diese Darstellung vehement zurück. Auch Kaliforniens Feuerwehrverband bezog am Montag erbost Stellung gegen Trump.

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