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NWZonline.de Nachrichten Panorama

Stärkster Jemals Gemessener Hurrikan: Mindestens zehn Tote durch „Irma“ in Karibik

07.09.2017

San Juan Hurrikan „Irma“ hat in der Karibik mindestens zehn Menschen getötet und mehrere Inseln verwüstet. Auf St. Barths und im französischen Teil von St. Martin seien mindestens acht Menschen gestorben, sagte der französische Innenminister Gérard Collomb. In den kommenden Tagen werde der Hurrikan an der Dominikanischen Republik, Haiti und Kuba vorbeiziehen und Florida erreichen, prognostizierte das US-Hurrikanzentrum.

Nach Behördenangaben starb eine Person in Anguilla. Auf Barbuda sei ein zweijähriges Kind ums Leben gekommen, sagte der Ministerpräsident von Antigua und Barbuda, Gaston Browne. Fast jedes Gebäude auf der Insel sei beschädigt worden, rund 60 Prozent der 1400 Bewohner seien nun ohne Obdach. „Es ist wirklich eine entsetzliche Situation“, sagte Browne. Der Hurrikan war am Mittwoch direkt über Barbuda hinweggezogen. Straßen und Telekommunikation seien zerstört worden, erklärte Browne.

Erhebliche Schäden wurden auch von der Insel St. Martin gemeldet, die von Frankreich und den Niederlanden verwaltet wird. Fotos und Videos, die in den sozialen Netzwerken kursierten, zeigten große Zerstörung am Flughafen von Philipsburg und den überschwemmten Küstenort Marigot. Die niederländische Regierung hat ein Krisentreffen angesetzt, um über Hilfen zu beraten.

Auf dem niederländischen Teil der Insel Sint Maarten sei der Schaden „sehr groß“, sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Donnerstag in Den Haag. Bislang gebe es keine Berichte über Todesopfer in diesem Gebiet. Die Niederlande starteten eine umfangreiche Hilfsaktion.

„Irma“ hinterließ nach den Worten Ruttes eine „Spur der Verwüstung“. Die Infrastruktur sei schwer beschädigt, Häuser seien zerstört, Straßen überflutet. Es gebe weder Strom noch fließendes Wasser und kein Benzin, berichtete der Premier. Am Donnerstagnachmittag sollten zwei Marineschiffe mit Hilfsgütern auf der Insel eintreffen. Außerdem sollten von der Karibikinsel Curacao aus Militärflugzeuge mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln starten.

Die Niederlande arbeiten bei der Hilfsaktion nach Angaben von Premier Rutte eng mit der französischen Regierung zusammen. Die Karibikinsel gehört je zur Hälfte zu Frankreich und zu den Niederlanden und hat insgesamt rund 80 000 Einwohner.

Der französische Präsident Emmanuel Macron werde die Karibikinseln seines Landes besuchen, sobald das Wetter es zulasse, teilte sein Büro mit. Frankreich schickte Notfallrationen an Nahrungsmitteln und Wasser auf die Insel St. Barths, wo „Irma“ Dächer von den Häusern gerissen und die Stromversorgung gekappt hatte. Im US-Außengebiet Puerto Rico sorgte „Irma“ für heftigen Regen und starken Wind, rund 900.000 Menschen waren ohne Strom.

Die Bewohner von Teilen der Region Miami wurden angewiesen, ihre Häuser zu verlassen. Es wird erwartet, dass der Sturm am Sonntag Florida erreicht. Die Bürgermeister von Miami-Dade und Broward ordneten Evakuierungen von Barriereinseln und tief liegenden Teilen des Festlandes an.

„Dies könnte locker der teuerste Sturm in der Geschichte der USA sein, was viel aussagt im Hinblick darauf, was vor zwei Wochen geschah“, sagte der Hurrikanforscher Brian McNoldy von der University of Miami. Ende August hatte der Sturm „Harvey“ Teile von Texas verwüstet.

„Irma“ hatte sich am Dienstag zum stärksten Hurrikan über dem offenen Atlantik seit Beginn der Aufzeichnungen entwickelt. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums erreichte der Sturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 297 Kilometern pro Stunde.

Experten befürchten, dass Irma über Floridas gesamte Ostküste von Miami bis Jacksonville hinwegfegen und dann nach Savannah in Georgia sowie North und South Carolina ziehen und somit dicht bevölkerte Gebiete treffen könnte. Die Gouverneure von Georgia und South Carolina, Nathan Deal und Henry McMaster, riefen den Notstand aus.

Die Vereinten Nationen schätzten, dass bis zu 37 Millionen Menschen von „Irma“ betroffen sein könnten. Die UN hätten ein Team nach Barbados entsandt, das dort mit der Katastrophenhilfe der Karibik zusammenarbeiten werde, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Zudem unterstützten Mitarbeiter der UN die Regierung in Haiti.

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