SANTIAGO - Für die Kinder der in einer chilenischen Mine eingeschlossenen 33 Bergleute ist eine Behelfsschule eingerichtet worden. Bildungsminister Joaquín Lavín weihte den Klassenraum an der Mine San José in der Atacama-Wüste ein.

In der Schule sollen acht Kinder unterrichtet werden. Sie campieren mit ihren Müttern seit mehr als sieben Wochen in dem Zeltlager „Esperanza“ (Hoffnung) bei der Mine. Die zwei Lehrer stehen mit den Schulen der Kinder an deren Wohnorten in Verbindung, um den versäumten Unterrichtsstoff möglichst noch nachzuholen.

Unterdessen kommen die Bohrarbeiten für Rettungsschächte weiter voran. Das langsamste der drei eingesetzten Geräte war am Dienstag bei einer Tiefe von 486 Metern angelangt. Allerdings handelt es sich nur um einen ersten Bohrgang, der später erweitert werden muss. Der schnellere Bohrer befindet sich schon in dieser zweiten Phase und stieß dabei 226 Meter tief ins Gestein vor. Der größte Bohrer ist bei 94 Metern.