Nordhausen - Nach dem Erdfall von Nordhausen in Thüringen wird für weitere Untersuchungen und die Verfüllung des Lochs mit Kosten von bis zu einer Million Euro gerechnet. Die Ursachenforschung sei voraussichtlich technisch aufwendig und werde damit kostenintensiv, erklärte Landrat Matthias Jendricke (SPD) am Montag.

Das könne die kommunale Ebene nicht alleine stemmen. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) kündigte an, am Dienstag im Kabinett mit dem Bau- und dem Innenressort nach einer Lösung zu suchen.

Die Ministerin hatte sich ein Bild von dem metertiefen Erdloch auf dem Betriebshofgelände gemacht, in dem am Freitagabend Teile zweier Verwaltungsgebäude verschwunden waren. Siegesmund sprach sich dafür aus, das Betriebsgelände aufzugeben. Zudem schlug sie die Installation eines Frühwarn- und Beobachtungssystems vor.

Die zwei beschädigten Gebäude sind nach Angaben des Landratsamtes vom Montag nicht mehr zu retten. Bei dem bereits zweiten Erdfall binnen sechs Jahren auf dem Gelände in Nordhausen war niemand verletzt worden. Die Behörden gehen davon aus, dass ein unterirdischer Hohlraum in etwa 100 Meter Tiefe der Auslöser war.