Jacksonville - Eine 15-jährige Amerikanerin, die zusammen mit einer elfjährigen Schwester ihren 16-jährigen Bruder getötet haben soll, lebte der Polizei zufolge Zuhause unter „unmenschlichen Bedingungen“. Die Eltern hätten ihre Tochter Ariel wegen Verhaltensproblemen manchmal über mehrere Wochen hinweg in ihrem Zimmer eingesperrt, mit nureinem Eimer als Toilette und einer Decke. Demnach passte der Bruder im Auftrag von Mutter und Vater, die viel unterwegs waren, darauf auf, dass sie eingeschlossen blieb.
Insgesamt habe es in der Familie in White Springs im Norden des Bundesstaates Florida über Jahre schwere Probleme gegeben. Der zuständige Sheriff von Columbia County, Mark Hunter, sprach am Mittwoch auf einer Pressekonferenz von einem „Albtraum“.
Die Polizei hatte sich schon 2010 einschalten müssen, nachdem eine Nachbarin berichtet hatte, dass eines der Mädchen von ihrem Onkel sexuell belästigt worden sei. Der Mann war deswegen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Eltern sitzen jetzt ebenfalls in Untersuchungshaft. Sie sollen sich wegen folgenschwerer Kindervernachlässigung verantworten.
Die beiden Schwestern befinden sich nun in einem Jugendgefängnis. Beiden wird vorsätzlicher Mord angelastet. Zwar schoss nach bisherigen Ermittlungen die Ältere, aber die Jüngere soll ihr geholfen haben. Die kleine Schwester soll der großen auch zur Flucht durchs Fenster verholfen haben. Beiden könnte der Prozess nach dem Erwachsenenrecht gemacht werden.
